Einer der kleinsten Friedhöfe im Ostalbkreis ist in Rattenharz
Rattenharz ist ein sehr ländlich anmutendes Dorf mit 240 Einwohnern, einem rührigen Sportverein — und einem Friedhof, der zu den kleinsten im ganzen Ostalbkreis zählt. Seit ein Landwirt anno 1923 seine Wiese dafür zur Verfügung gestellt hat, gibt es diesen beschaulichen „Gottesacker“. Von Gerold Bauer
LORCH-RATTENHARZ. Der mit seinen großen Grünflächen fast englisch oder skandinavisch anmutende Friedhof ist mit seinen
840 Quadratmetern gerade mal so groß wie ein mittlerer Bauplatz und war bis
1923 ein landwirtschaftliches Grundstück im Besitz von August Straub. Aus Dankbarkeit blieb dessen Grabstein auch sehr viel länger dort stehen, als es der normalen Belegungszeit eines Erdgrabes entspricht. Erst auf Wunsch der Nachfahren wurde die Grabstelle aufgelöst, weiß Martin Greiner zu berichten. Als ehrenamtlicher Mesner, unterstützt von seiner Frau Birgit, kümmert er sich um die Friedhofskapelle, die es seit genau
51 Jahren gibt. Mit deren Bau ging ein großer Wunsch der Bürger aus dem Ortsteil in Erfüllung. Bis dato wurden nämlich die toten Angehörigen bis zur Beerdigung zu Hause aufgebahrt. Greiner hat auf Anfrage der Rems-Zeitung auch nachgeforscht, welche Bürger damals als erste im eigenen Ort begraben wurden — es waren die Herren Bauer und Krapf. Der erste Totengräber hieß Jakob Möck.
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