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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 15. Juli 2010

Heiterer Theaterabend der Freien Waldorfschule Schwäbisch Gmünd: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare

Die Waldorf-​Zwölfer haben sich einiges vorgenommen: Wer freilich erlebt, wie hart sie arbeiten an ihrer Aufführung des Sommernachtstraums, und mit welcher Freude sie sich Shakespeares wohl charmantester Geschichte widmen, traut ihnen den schwierigen Stoff zu — und freut sich auf die Aufführung.

SCHWÄBISCH GMÜND (bt). Das Thema ist zeitlos — Liebe ist blind und macht blind -, die Handlung nur auf den ersten Blick ein bisschen kompliziert. Da ist ein Vater, der seine Tochter Hermia dem Wunsch-​Schwiegersohn Demetrius geben will. Das Mädel aber liebt Lysander, und die beiden fliehen in den Wald, der Elfenreich ist. Der Papa folgt den Liebenden und wird seinerseits von einer verliebten Frau verfolgt. Im Elfenwald steht’s nicht zum Besten. Königin und König der Elfen liegen einander heftig in den Haaren: Die beiden liebäugeln mit Athens Herzog Theseus bzw. seiner Zukünftigen, der Amazonenkönigin, und sind gleichzeitig höllisch eifersüchtig. Der Elfenkönig geht so weit, dass er seiner fremdflirtenden Gattin vom Waldgeist Puck Liebestropfen reichen lässt, auf dass sie sich in die erste Person verliebe, die sie nach dem Aufwachen sieht. In der Zwischenzeit proben einige Handwerker wiederum in diesem Wald ein Schauspiel für die bevorstehende Hochzeit des Herzogs. Mehr als genug handelnde Personen also, um einen wie Puck mit seinen Zauberkräften und seinen Liebestropfen in die Lage zu versetzen, größtmögliche Verwirrung zu stiften, aberwitzige Situationen heraufzubeschwören und Gelegenheit für all diese geschliffenen Dialoge.
Dieser Sommernachtstraum wird nun von der 12. Klasse der Freien Waldorfschule mit Hilfe von Alexis Schvartzman inszeniert. Der in Gmünd geborene und in Köln lebende Schauspieler war selbst drei Mal im Sommernachtstraum zu sehen, unter anderem in der Rolle des Puck, um die sich Schauspieler reißen. Wie den Schülern macht es auch ihm große Freude dieses Stück auf die Waldorfbühne zu bringen. Die Wahl bot sich an: Der Sommernachtstraum bietet ausreichend Rollen für die Schülerinnen und Schüler, vor allem aber überzeugt der Umgang mit Sprache, den Frank Günthers Übersetzung aus dem Shakespeare-​Englisch so trefflich auch im Deutschen erkennen lässt — dieses Stück ist eine einzige Liebeserklärung an Wort und Wortwitz

Aufgeführt wird das Stück am Freitag, 16. Juli, und Samstag,17. Juli, jeweils ab 20 Uhr im Emil-​Molt-​Saal der Waldorfschule. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
 

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