Seit fünf Jahren gibt es in Schwäbisch Gmünd ein „Lokales Bündnis für Familie“ /Bilanz einer erfolgreichen Arbeit
Vor fünf Jahren wurde in Gmünd das „Lokale Bündnis für Familie“ aus der Taufe gehoben. Gestern wurde in der Sitzung des Sozialausschusses im Gmünder Rathaus eine Bilanz gezogen — und zwar eine, die rundherum Lob und Anerkennung im Gremium fand. Von Gerold Bauer
SCHWÄBISCH GMÜND. „Mit viel Euphorie sind wir vor fünf Jahren gestartet“, erinnerte Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse als Sitzungsleiter daran, wie einzelne Tätigkeitsfelder definiert und Arbeitsgruppen gebildet wurden. „Wir waren damals dem Land mit unseren Ansätzen weit voraus“, sagte Bläse nicht ohne einen gewissen Stolz auf die Vorreiterrolle, die die Stauferstadt seinerzeit übernommen hatte. Die Arbeit des Gmünder Bündnisses für Familie sei sehr erfolgreich verlaufen — wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil die Akteure selbstkritisch ihre eigene Leistung hinterfragt hatten. Ein wichtige und auch in Zukunft entscheidende Frage war und sei: „Wie können wir die Bevölkerung noch stärker mitnehmen?“
Bärbel Blaue, die im Bündnis als Koordinatorin fungiert, freute sich, dass man innerhalb der Arbeitsgruppen viele gute Themen aufarbeiten konnte und dass dies auch zu sehr konkreten Projekten geführt habe. Ebenfalls anwesend waren in der gestrigen Sitzung weitere Mitglieder der so genannten „Steuerungsgruppe“: Renate Simblet von der
AOK, Patricia Hagenbach vom Kolping-Bildungszentrum, Bürgermentor Peter Arnold, Stephan Spiegel vom „Wippidu“ und Nelli Joos von der Gruppe „Aussiedler helfen Aussiedlern“. In kurzen Statements wurden einzelne Facetten der Bündnis-Arbeit beleuchtet. Peter Arnold beispielsweise sprach von den kreativen Ideen, wie man Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen kann. Die Rede war auch vom „Familiencafe“ und Familienfesten als Treffpunkt sowie von einer Fragebogenaktion über die Spielplatzsituation in Gmünd. Letztere habe dazu geführt, dass unter aktiver Beteiligung von Jugendlichen eine kleine Sportanlage im Laichle geschaffen werden konnte. Im Werden sei momentan der Bolzplatz in Wustenriet. Außerdem wurden Grünpatenschaften, ein erfolgreicher Weihnachtsmarktstand sowie die Einrichtung einer öffentlichen Wickelmöglichkeit bei H
& M auf dem Marktplatz genannt. Unterstützt habe man die Gründung eines Gesamtelternbeirats der Gmünder Kindergärten. Außerdem kam die Aktion „Gmünder machen Wünsche wahr“ (verbunden mit der Einladung zur „Italienischen Nacht“, deren Erlös dazu diene, Kindern aus bedürftigen Familien eine Freude zu machen) zur Sprache. Stephan Spiegel betonte, dass man beim Bündnis zwar sehr sparsam sei, aber dennoch eine verlässliche finanzielle Ausstattung brauche.
Christa Rösch (
CDU) freute sich, dass inzwischen allgemein anerkannt werde, welche wichtige Bedeutung die Familien für eine Kommune haben. Daniela Maschka-Dengler (
SPD) lobte „das gute Team, die wunderbare Arbeit und das vielfältige Programm“. Dem schlossen sich Elmar Hägele (Grüne), Heidi Preibisch (FDP/FW), Dorothea Kosin (FWF) und Sebastian Fritz (Linke) an: „Danke, die Familien haben das verdient.“
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