Stadtbeauftragter der Schwäbisch Gmünder Malteser tat Dienst in Santiago de Compostela
Einen ganz besonderen Auslandseinsatz begleitete vor kurzem Andreas Pfeifer, der Stadtbeauftragte der Gmünder Malteser als stellvertretender Einsatzleiter in Santiago de Compostela.
SCHWÄBISCH GMÜND (mhd). Mitte Juni übernahmen die Malteser der Diözese Rottenburg-Stuttgart für rund zwei Wochen den Sanitätsdienst an der weltbekannten Pilgerstätte. Dabei betreuten sie täglich bis zu
20 000 Pilger, die im Heiligen Jahr besonders zahlreich zur letzten Ruhestätte des Hl. Jakobus strömten.
In dem Jahr, in dem der Namenstag des Hl. Jakobus (
25.
7.) auf einen Sonntag fällt, was in diesem Jahr der Fall ist, wird in Santiago de Compostela ein Heiliges Jahr ausgerufen. Im letzten Heiligen Jahr
2004 kamen zwischen April und September rund zehn Millionen Pilger und Besucher nach Santiago. Für das diesjährige Heilige Jahr wurde wieder der Malteserorden gebeten für die sanitätsdienstliche Versorgung der Pilger zu sorgen.
Der Malteserorden hatte sich hierfür an die nationalen Assoziationen der Malteser in ganz Europa gewandt. So auch an die Malteser in Deutschland. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart stellte hierfür zwei Teams in Santiago in der Zeit vom
14. bis
27. Juni. Zum zweiten Team in Santiago gehörte auch Andreas Pfeifer, der Stadtbeauftragter von Schwäbisch Gmünd als stellvertretender Einsatzleiter.
Die zu betreuende Sanitätsstation lag direkt in im Kreuzgang der Kathedrale von Santiago de Compostela. Das imposante Bauwerk, am Ende des Jakobsweges, ist ein lang ersehntes Ziel für Pilger aus aller Welt. Von den Maltesern wurden täglich bis zu fünf Gottesdienste und bis zu
20 000 Pilger und Kirchenbesucher betreut. Die häufigsten Versorgungen waren Wunden an den Füßen und Erschöpfungszustände nach zum Teil mehrwöchigem Pilgern mit oft mehreren hundert Kilometern. Dabei schlugen dem Malteserteam vielfältige Emotionen und Stimmungen der Pilger entgegen.
Ein persönliches Glanzlicht, so Andreas Pfeifer, war ein Gottesdienst allein für das Malteserteam. Dieser wurde vor dem Sarg des Hl. Jakobus in der Gruft gefeiert. Eine Führung durch die Kathedrale und über deren Dachstuhl gehörte zu den weiteren eindrucksvollen Erinnerungen aus diesem besonderen Sanitätsdienst.
Durch das Hl. Jahr wurden aber auch Anschläge der ETA befürchtet. In der Kirche, wie um die gesamte Kathedrale herum waren täglich große Polizeieinheiten präsent. Am ersten Sonntag war der Ansturm auf die Kathedrale so groß, dass der Mittagsgottesdienst auf der Plaza da Quintana abgehalten wurde. Die Anzahl der Gottesdienstbesucher war so groß, dass die beiden Malteser Teams kurzerhand noch den örtliche Zivilschutz zur Verstärkung hinzuziehen mussten, um die medizinische Versorgung der Pilger aus aller Welt sicher zu stellen.
Andreas Pfeifer ist sich sicher, dass dieser besondere Sanitätsdienst bei allen Einsatzkräften viele bleibende und lang anhaltende Eindrücke hinterlassen hat.
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