Vier Werke der Klasse 5c der Schillerrealschule wurden für die Landesausstellung der Schulkunst ausgewählt
Schülerinnen und Schüler der Schillerschule erlebten, dass Farben nicht nur zu sehen, sondern im übertragenen Sinne auch zu schmecken, zu hören, zu riechen, zu fühlen sind.
SCHWÄBISCH GMÜND (srs). „Meine Lieblingsfarbe ist überall versteckt: sie schmeckt fruchtig nach Erdbeere und Kirsche, riecht wie süße Rosen, ist weich wie Samt, klingt wie ein vorbeiflitzender Rennwagen und ich sehe sie einfach überall: Die Nudelpackung, meine Socken, Omas Geranien, Papas Bohrmaschine. überall ist meine Lieblingsfarbe versteckt!“ Ähnlich äußerten sich die Kinder der Klasse
5c, nachdem sie während ihres Kunstunterrichts mit Franziska Köllhofer und Regine Menzel-Jaquet die Eigenschaften der Farben sinnlich erforscht hatten. Die Schüler ertasteten Sonnenbrillen, Schwämme und verwachsenes Holz, probierten Schokolade, Zimt und Salzgebäck, rochen Kaffee, Nelken und feuchte Erde, erprobten Samenkapseln und diverse Hölzer als Instrumente und entdeckten in einer Vielfalt von Material braune Alltagsgegenstände.
Das sinnliche Erleben der Farben war ebenso spannend wie der Austausch darüber: Die individuellen Vorlieben unterschieden sich häufig, etwa wurde der „weiße Geruch“ von Waschpulver, Zwiebel oder Joghurt nicht immer als angenehm empfunden. Doch über Eines waren sich im Anschluss alle einig: Eine Farbe entdeckt man im Alltag überall — man kann sie nicht nur sehen, sondern mit allen Sinnen wahrnehmen.
Diese These erprobten die einzelnen Kinder anschließend im Alltag anhand ihrer individuellen Lieblingsfarbe: Sie waren aufmerksam und versuchten „ihre Farbe“ mit allen Sinnen zu entdecken. Zudem entwickelten die Kinder einen Blick für die Farbe und sammelten zahlreiches Material des entsprechenden Kolorits. Die Folge war ein spannender Erfahrungsaustausch sowie eine kleine Sammlung an unterschiedlichsten Alltagsgegenständen je Kind, alle in der Lieblingsfarbe des jeweiligen Schülers bzw. der jeweiligen Schülerin. Von alten Verpackungen und ausgedienten Handschuhen über Holzstückchen bis hin zu Bonbons und Glitter war alles dabei. Das mitgebrachte Konglomerat wurde weiterverarbeitet: Jedes Kind gestaltete eine Assamblage zu seiner Lieblingsfarbe. Dafür wurden die mitgebrachten Gegenstände spannungsreich in einer angemalten, flachen Schachtel angeordnet. Reliefartig ragen die verschiedenen Dinge aus dem Bild in den Raum und jede Materialcollage erstrahlt in der Lieblingsfarbe des jeweiligen kleinen Künstlers bzw. der jeweiligen Künstlerin. Weiter wurden im Fach Deutsch Gedichte zum Erleben der jeweiligen Lieblingsfarbe geschrieben. Dabei hatten die Kinder die Möglichkeit, ihre Erfahrungen einzuarbeiten oder sich vorzustellen, wie ihre Farbe jeweils riechen, schmecken, sich anhören oder anfühlen könnte.
Die entstandenen Werke der Klasse
5c sind beeindruckend, weshalb einige der Assamblagen auch in der Schule selbst sowie bei der aktuellen Schulkunstausstellung zu sehen sind, unter anderem die Arbeiten von … Glanzstücke der Schulkunstausstellung werden von einem Komitee für die Landesausstellung im Rastatter Schloss ausgewählt und zur Freude der stolzen Kinder sind vier der Materialcollagen dieses Jahr mit dabei! Die beiden Lehrerinnen sowie Schülerinnen und Schüler freuen sich sehr über diese Anerkennung sowie auf alle kommenden, spannenden und kreativen Arbeiten während des Unterrichtes im Fach BK.
Noch keine Kommentare vorhanden.