Wanderausstellung informiert auf dem Johannisplatz nur noch heute rund um das Thema Landesgartenschau
Leider nur zwei Tage (gestern und heute) ist auf dem Johannisplatz in Schwäbisch Gmünd eine höchst informative und übersichtliche Wanderausstellung rund um das Thema Landesgartenschau zu Gast. Sie gibt Überblick zur 30-jährigen Vergangenheit und zur Zukunft der Landesgartenschauen — so auch im Hinblick auf die Projekte Schwäbisch Gmünd 2014 und Remstal 2019.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). „
30gründe“ ist die Ausstellung zum
30. Jubiläum der Landesgartenschau in Baden-Württemberg überschrieben. Sie wurde gestern für zwei Tage von Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse und von Professor Hubert Möhrle, Vorsitzender der Fördergesellschaft für die Baden-Württembergische Landesgartenschau mbH, eröffnet und vorgestellt.
Dr. Bläse war voll des Lobes angesichts der als „Zeltstadt“ gestalteten Landesgartenschau-Übersicht. Sie sei bestens dazu geeignet, die Vorfreude der Gmünder auf das bevorstehende Großereignis zu schüren. Schwäbisch Gmünd sei ja in der glücklichen Situation, sich nur auf
2014 vorbereiten zu dürfen, sondern sich im Verbund mit den Remstalkommunen im Jahre
2019 noch einmal als Gartenschau-Gastgeber präsentieren zu können. Eine Landesgartenschau sorge für die jeweilige Stadt für einen ganz enormen Zukunfts– und Entwicklungsschub, nicht nur im Stadtbild, sondern auch im Bewusstsein der Bürgerschaft.
Bürgermeister Bläse: „Da geht ein richtiger Ruck durch die Stadt“
Diese Wirkungen zeigten sich ganz deutlich in Heidenheim. „Da geht ein richtiger Ruck durch die Stadt. Auch wir sind hochmotiviert“, betonte der Erste Bürgermeister. Professor Hubert Möhrle teilte diese Einschätzung. Bezogen auf Schwäbisch Gmünd sei das Vergabegremium seinerzeit recht skeptisch gewesen, weil es sich bei diesem Konzept nicht um die klassische Form einer großen und zusammenhängenden Gartenfläche handle, sondern um eine komplexe grüne Stadtentwicklungsmaßnahme. Auch viele Fragezeichen seien aufgetaucht, so besonders zum rechtzeitigen Fertigstellungstermin des B
29-Tunnels. Doch jetzt sei ja alles greif– und sichtbar. „Und Sie haben beste Voraussetzungen und Leute“, lobte Hubert Möhrle den Gmünder Vorwärtstrend. Er erinnerte an die Entwicklungsgeschichte der Landesgartenschauen, die neuerdings auch zu einem ganz wichtigen Instrument geworden sei, Städte in eine gute soziale und auch gesunde Zukunft zu führen.
Die Wanderausstellung zeigt die unterschiedlichen Landesgartenschaukonzepte aus Vergangenheit und Zukunft und bietet dadurch hochinteressante Vergleichsmöglichkeiten. Gleichzeitig präsentieren sich auch die Gartenschaukommunen mit ihren Besonderheiten. Jeweils ein Produkt oder Markenzeichen richtet den Blick auf das, worüber die jeweilige Kommune ganz besonders stolz ist. Die gastgebenden Gmünder ergänzten die Präsentation mit einem blühenden Rahmen. Blickfang ist zudem ein Stück Steinmetzkunst aus der Münsterbauhütte. Die Zeltstadt von „
30gründe“ macht noch bis Oktober in
28 Städten Station, was natürlich eine prima Werbung für Schwäbisch Gmünd ist.
Die erste Landesgartenschau fand
1980 in Ulm statt. Impuls war seinerzeit die unvergessene Bundesgartenschau im Jahre
1977 in Stuttgart. Hieraus entwickelte sich ein Erfolgsmodell.
625 Hektar Fläche wurde seither durch die Landesgartenschauen gestaltet.
Vielfach handelte es sich bis dahin unschöne Gebiete wie Industrie– oder Gleisbrachen. Auch unentdeckte Flusslandschaften wurden zu gepflegten Natur– und Erlebnisräumen, wie beispielsweise das Neckarufer bei Plochingen.
30 Millionen Menschen besuchten in diesen
30 Jahren die Landesgartenschauen (alle zwei Jahre) und die jeweils eingefügten Grünprojekte.
220 Millionen Euro haben Kommunen und das Land „grüngewinnend“ investiert. Bei
60 000 Begleitveranstaltungen ging es um Kultur, Familie, Gesundheit und Begegnung zwischen den Menschen.
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