Gestern Vormittag fand im Mutlanger Forum die Amtseinführung von Schulleiter Manfred Hölldampf, Realschule Mutlangen, statt
Zurecht sprach Bürgermeister Peter Seyfried gestern Vormittag von einem Tag der Schulen. Denn neben der Grundsteinlegung am Franziskusgymnasium fand, einige Stunden zuvor, die Amtseinführung von Manfred Hölldampf als Schulleiter an der Realschule Mutlangen statt. Von Nicole Beuther
MUTLANGEN. Gekommen waren neben Schülern, Lehrern und Eltern auch einige Bürgermeister der Nachbargemeinden. Schulamtsdirektor Hans-Jörg Polzer war voll des Lobes für die bisherige Arbeit von Hölldampf, der einige Jahre Realschulkonrektor an der Realschule Leinzell war, zuvor jedoch auch schon an der jetzigen Wirkungsstätte agierte. „Im Zweifelsfall stellt er sich vor seine Schüler“, zitierte Polzer aus dem Amtszeugnis des Schulleiters. Dies zeichne ihn aus.
Hauptaufgabe der Schulen sei es, das Vertrauen der Schüler in ihre eigenen Kräfte zu stärken, so Polzer. Realschüler könnten das Theoretische sinnvoll erfahren, „weil es ins Praktische umgesetzt wird“. Notwendig sei eine Schule, die den Menschen ernst nehme. „Sie sind auf diese Aufgaben bestens vorbereitet“, so der Schulamtsdirektor an Hölldampf gerichtet. Dessen Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern und Lehrern sei bisher stets von gegenseitigem Vertrauen und Achtung geprägt gewesen. Lobenswert erwähnt wurde von den Rednern auch Hölldampfs Engagement über den Beruf hinaus. So ist er Mitglied in mehreren Mutlanger Vereinen. Polzer wünschte viel Kraft, Gesundheit, Erfüllung in einem anspruchsvollen und schönen Beruf sowie Echtheit. „Wenn Sie so bleiben wie sie sind, dann ist die Realschule Mutlangen auf einem guten Weg.“
Und Bürgermeister Peter Seyfried sagte: „Wir freuen uns, dass sie sich diesen nicht einfachen, aber reizvollen Aufgaben stellen.“ Schulleiter, so Seyfried, stünden heutzutage noch mehr in der Öffentlichkeit als dies früher der Fall gewesen sei. Und: „Das Umfeld wird kritischer.“ Seyfried zeigte sich aber überzeugt, dass Hölldampf mit seiner sehr großen Erfahrung die anstehenden Aufgaben meistern und die Realschule weiterentwickeln wird. Schuldekanin Ulrike Engel hatte als Geschenk Salz aus den Tiefen des Atlantiks mitgebracht, „damit Ihnen im Alltag die Sehnsucht nach dem Unendlichen nicht verloren geht“. Das Geschenk hatte auch noch eine andere Symbolik: „Schule ohne Religionsunterricht ist wie Suppe ohne Salz“, so Engel. An der Mutlanger Realschule werde mit Bedacht und Umsicht gekocht.
Elisabeth Bosch, Vertreterin des Elternbeirats, wünschte eine erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle der Schüler. Zwar sei Hölldampf noch nicht lange als Schulleiter an der Realschule tätig, doch, so Bosch, „in der kurzen Zeit, die Sie hier sind, haben sie Ihren Weg eingeschlagen“. Hölldampf habe vieles angestoßen und bewegt sowie erste Kontakte geknüpft.
Die Vorsitzende des Schulvereins, Anna Hein, hatte ein Venusauge mitgebracht – als Symbol für eine Schatzsuche, auf die man sich bei allen Themen des Alltags begeben müsse. Denn, so Hein, in allem, was einen ärgere, solle man das Positive entdecken. So stecke hinter so manchem Rotzlöffel schließlich auch ein kleiner lieber Junge. Dorothea Brecht, Direktorin an der Grundschule, sprach von einer vielseitigen, manchmal auch unangenehmen Erfahrung. Gleichzeitig habe man als Rektor aber die Möglichkeit, Dinge zu verändern. Sabine Hilbich, Direktorin der Verbandshauptschule, wünschte dem Schulleiter, dass ihm immer wieder Zeit bleiben wird, „für sich da zu sein“.
Er sei überwältigt und sehr dankbar für die Worte der Redner, so Hölldampf, der sich seiner Aufgabe bewusst ist: „Wir müssen in der Pädagogik oft mehrere Seiten bedenken.“ Die richtige Mitte zu finden, sei eine schwierige, aber lohnende Aufgabe. Er dankte auch den bisherigen Rektoren sowie dem Kollegium, das ihn freundlich aufgenommen habe. Jeder Kollege habe Stärken; „die müssen wir bündeln“. Hölldampf sprach sich für moderne Lernformen und handlungsorientierten Unterricht aus. Alle müssten zusammenarbeiten und den Schülern das Gefühl geben, für sie da zu sein.
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