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» Ostalbkreis | Freitag, 16. Juli 2010

Grundsteinlegung für das Franziskus-​Gymnasium in Mutlangen — Einweihung im September 2011

Der nächste Meilenstein im gemeinsamen Projekt Franziskus-​Gymnasium in Mutlangen: Die Grundsteinlegung. Sie fand gestern auf der Baustelle an der Hornbergstraße statt. Ein Gottesdienst war vorausgegangen.

MUTLANGEN (rw). Seit März ist das Feld zwischen der Sprachheilschule und der Hornbergstraße Baustelle, mittlerweile erreichen die unterkellerten Teile des Gebäudes das Erdboden-​Niveau, die Fundamente für das Projekt sind gelegt. In Mutlangen entsteht in der Trägerschaft des katholischen Ordensschulen Trägerverbunds gGmbH das zweizügige Franziskus-​Gymnasium, dessen bislang vier Klassen mit 120 Schülern und Schülerinnen noch im Canisiushaus in Schwäbisch Gmünd untergebracht sind. Die Kosten des neuen Gymnasiums belaufen sich auf elf Millionen Euro. Sieben Millionen Euro davon übernimmt die Gemeinde Mutlangen, die auch das Grundstück beisteuert.
Zunächst fand gestern in der Georgskirche ein zweistündiger Gottesdienst statt, bevor sich Schüler, Eltern, Kollegium und Gäste zur Baustelle begaben. Dort war eine Ecke mit weißem Stoff ausgelegt, in der Mitte lag der Grundstein mit der Vertiefung, daneben der Deckel mit dem franziskanischen Kreuz, der Inschrift „Pax et Bonum“ („Frieden und das Gute“) und Datum Juli 2010.
Pfarradministrator Frank Möhler erbat zusammen mit Pfarrerin Henrike Schmid den Segen Gottes. Er sprach davon, dass der Grundstein ein Symbol der Festigkeit und Christi darstelle, „auf dessen Fundament wir unser Leben bauen und unsere Einrichtungen.“ Die Schüler legten nach einem Lied ihre beschrifteten „Wunschsteine“ um den Grundstein, sie werden aufbewahrt bis zur Einweihung der Schule. Paul Stollhof hob hervor, dass es sich um das erste Gebäude des Trägerverbunds handele, das ganz aus dessen pädagogischen Vorstellungen heraus gestaltet werde. Doch es gehe auch um die innere Grundsteinlegung, um Bildungserfolg und Betriebsklima, um die Haltungen, die in dem neuen Haus vermittelt werden sollen: Aufmerksamkeit, Wertschätzung, Demut, Dankbarkeit und Verantwortung. Auf die Demut ging Stollhof speziell ein: „Wir brauchen Wissenschaftler, die mündige Mitbürger sind und eine unzeitgemäße Haltung entwickeln, damit die Schöpfung aufatmen und sich entfalten kann.“ Diese Bildungsstätte solle auf Kooperation statt auf Selektion setzen.
Das Gymnasium runde das Mutlanger Schulangebot ab, sagte Bürgermeister Peter Seyfried, „damit sind alle Schularten in Mutlangen vertreten. Wir werden das Franziskus-​Gymnasium mit offenen Armen aufnehmen.“
Grußworte sprachen Staatssekretär Stefan Scheffold (MdL, CDU) und MdB Christian Lange (SPD), der mit einem Zitat des Friedensnobelpreisträgers Willy Brandt den Frieden als Wert ansprach. Die Mutlanger Heide sei Jahrzehnte lang ein Ort gewesen, an dem Massenvernichtungswaffen gelagert wurden — jetzt ein Wohngebiet und Schulstandort. Architekt Kay von Scholley ging auf das Gebäude ein, anschließend sprachen die Elternvertreterin Birgit Maihöfer und Beate Kessler vom Freundeskreis Grußadressen, bevor Schulleiter Harald Ocker das Schlusswort sprach. Anschließend traf man sich im Mutlanger Forum.
 

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