Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Sonntag, 18. Juli 2010

Energiesanierte Zenneck-​Schule in Ruppertshofen gestern der Öffentlichkeit präsentiert

Groß war die Freude in Ruppertshofen, als gestern die energetisch sanierte und optisch umgestaltete Zenneck-​Grundschule der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Von Manfred Laduch

RUPPERTSHOFEN. „Wir sind wieder ein Stück vorwärts gekommen; wieder ist ein Projekt abgeschlossen“, zeigte sich Bürgermeister Peter Kühnl bei der Begrüßung der Gäste zufrieden. Die Zenneck-​Grundschule präsentierte sich energetisch saniert und mit einem völlig neuen äußeren Erscheinungsbild. Letzteres ist allerdings aus einem negativen Umstand erwachsen: Der alte Schindel-​Verbau ließ sich bei der Sanierung nicht halten bzw. anschließend wiederherstellen.
Da habe der Gemeinderat sicher etwas Mut aufbringen müssen, als er die neue Gestaltung beschloss, erinnerte sich der Bürgermeister. Nun aber sei das mit rund 190 000 Euro Kosten zweitgrößte Projekt der Gemeinde für dieses Jahr praktisch fertig. Nur noch Kleinigkeiten, wie der Namenszug fehlten noch.
Trotz des harten Winters sei der Bauzeitenplan mit vier Monaten fast exakt eingehalten worden. Am Konzept feile man ja schon seit April 2009, erklärte Kühnl. Im November habe man dann den Planungsauftrag erteilen können, dem sich im Januar die Vergaben angeschlossen hätten.
Peter Kühnl bedankte sich besonders beim Land für den Zuschuss, der immerhin rund 110 000 Euro ausmacht. Für ihn stehe fest, dass dies für die Gemeinde auf jeden Fall eine sehr sinnvolle und nachhaltige Ausgabe gewesen sei. Schließlich werde man durch die energetische Sanierung schon beim jetzigen Ölpreis in jedem Jahr zwischen 5000 und 6000 Euro sparen. Stiegen die Energiekosten, werde es entsprechend mehr.
Größter Energieverlust
erfolgte über das Dach
Abschließend bedankte sich der Bürgermeister bei allen Beteiligten: Gemeinderat, Architekten, Handwerker und vor allem Schüler sowie Lehrer wegen der Einschränkungen während der Bauzeit.
Volker Gunst vom Architekturbüro Isin aus Aalen schilderte die Untersuchung des Gebäudes und die Planungsarbeiten. Man habe herausgefunden, dass der größte Energieverlust über das Dach erfolge. Danach komme die Heizungsanlage und die Dämmung. Berechnungen ergaben, dass die wirtschaftlichste Lösung in einer Erneuerung des Daches und Sanierung der Fassade liege.
Wenn man nun feststelle, dass 50 Prozent des Primärenergieverbrauchs eingespart werden können, habe sich das Projekt gelohnt. Zumal unter dem neuen Dach noch Platz für den Ausbau von Gruppenräumen wäre.
„Wir freuen uns über unsere schöne, neue, ordentliche Schule“, war Rektorin Eva-​Maria Stein ganz begeistert. Den Kindern gefalle vor allem die farbliche Gestaltung der Fassade mit ihrem Schwarz-​Weiß-​Kontrast. Man habe in diesen heißen Tagen auch schon die um Welten verbesserte Isolierung genossen: Durch die kühleren Klassenzimmer.
Den Bürgermeister könne sie beruhigen: Der Schulbetrieb sei durch die Bauarbeiten nur ganz wenig beeinträchtigt worden. Da habe es eine hervorragende Kommunikation mit den ausführenden Firmen gegeben. Am Ende ihrer Rede bedankte sich Stein nochmals für das schöne Gebäude.
Anschließend zogen viele Gäste der kleinen Zeremonie noch weiter: Auf dem neuen Boule-​Platz am Kultur– und Sportzentrum Jägerfeld wurde für einen guten Zweck geboult. Für kühle Getränke und Boulebahnen war gesorgt. Interessenten konnten sich mit dem Boulespiel vertraut machen und die Möglichkeiten in der Gemeinde Ruppertshofen kennen lernen, wo man sich treffen und bei einem Boulespielchen unterhalten kann.
Die Aktion fand in Zusammenarbeit mit dem Rupperthofener Jugendhaus statt. Der Erlös wird aufgeteilt für die die Tour Gingko, ein Projekt zur Unterstützung von leukämiekranken Kindern im Ostalbkreis, und das Jugendhaus Ruppertshofen.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen