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» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 18. Juli 2010

Weleda-​Blütenpracht wurde von den heftigen Gewitterstürmen zum Glück weitgehend verschont

Die Provence oder die Toskana liegt direkt vor der Gmünder Haustür: In den Weleda-​Heilpflanzengärten zwischen Wetzgau und Wustenriet zeigt sich derzeit die wunderbare Blütenpracht des Sommers.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Von den Gewitterstürmen der letzten Wochen glücklicherweise weitgehend verschont wurden die paradiesischen Gärten im und rund um das Informations– und Erlebniszentrum der Weleda AG. Dort hat die Blüte– und Erntezeit in diesen sonnigen Tagen ihren Höhepunkt erreicht. Glücklich kann sich schätzen, wer sich einer Besuchergruppe anschließen kann, um auch im inneren Bereich des Heilpflanzenanbaus einen geführten Streifzug unternehmen zu können. Doch auch der Spaziergänger und Wanderer im Bereich der großen Felder außerhalb des umzäunten Bereichs kann sich am Anblick dieses in dieser Form und Größe einmaligen Anbaus von besonders wertvollen „Arzneipflanzen“ erfreuen. Später in Tinkturen und Salben verarbeitet, entfalten die Pflanzen eine heilende und pflegende Wirkung, die in teils uralten Überlieferungen und Erfahrungen verbrieft sind. Im Fortschrittswahn der Neuzeit oder auch in finsteren Zeiten der Hexenverfolgung drohte, dieses Wissen verloren zu gehen. Die Druiden oder Medizinmänner von heute sind die „Weledianer.
Schon seit 1922 pflegt der Naturheil– und Pflegemittelhersteller eigene Pflanzengärten. Auf der Ebene zwischen Wetzgau und Wustenriet sind es heute 20 Hektar, die sich rund um das Besucherzentrum und die Gewächshäuser gruppieren.
Insgesamt sind es 260 Pflanzen, die in biologisch-​dynamischer Wirtschaftsweise angebaut sind. Michael Straub, Leiter der Weleda-​Gärten, richtet den Blick der Besucher auch auf die vielfältige Tierwelt, die sich in diesem Paradies ebenso ergänzt und sich im Einklang befindet, wie bewusst gewählte Nachbarschaften von Pflanzarten. Ganz natürlich erfolgt so Schädlingsbekämpfung und Düngung. „Selbstregulierung“ lautet die naturnahe Formel fernab von Kunstdünger und Giftspritzen.
Weniger in in der öffentlichen Wahrnehmung bekannt ist, dass die Weleda-​Heilpflanzengärten nicht nur der Produktion, sondern auch der Forschung und der Bewahrung der Schöpfung dienen. Immer wieder werden bedrohte Arten aus Wildstandorten in die schützende Weleda-​Kultur geholt. Wissenschaftliche Projekte von Universitäten und anderen Experten begleiten diese Maßnahmen, bemühen dabei auch, weitere Erkenntnisse über Naturschutz und Entwicklung der Pflanzenwelt unter veränderten Bedingungen zu gewinnen.

Nähere Infos auch im Internet unter weleda​-nat​u​rals​.de. Auskunft zu Führungen unter Tel. 07171/​8748811 oder per E-​Mail: fuehrungen@​weleda-​naturals.​de
 

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