Musikverein Herlikofen feierte sein 80-jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest /Fahnenweihe und Festzug als Höhepunkt
Drei Tage wurde in Herlikofen gefeiert. Und das aus gutem Grund: Der Musikverein feierte sein 80-jähriges Vereinsbestehen. Höhepunkte waren die Fahnenweihe und der Festumzug. Von Nicole Beuther und Gerold Bauer
GMÜND-HERLIKOFEN. Lobende Worte für die
46 Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters gab es gestern vom evangelischen Pfarrer Friedrich Wallbrecht, der mit seinem katholischen Kollegen Pfarrer Michael Holl den Ökumenischen Festgottesdienst im Festzelt hielt. Die beiden Geistlichen befassten sich aus ihrer Perspektive mit dem Schriftzug, der die neue Fahne ziert: „Musik verbindet“ ist dort auf der Rückseite zu lesen.
„Musik, die die Herzen verbindet, braucht Übung“, so Wallbrecht. Krach machen hingegen gehe leicht, sagte er in Bezug auf die Vuvuzelas, mit denen man auch angetrunken und ungeübt so krakeelen könne. „Ich bewundere die Mitglieder des Musikvereins dafür, dass sie üben. Das schafft Zusammenhalt.“ Es sei ein Geschenk der Liebe, dass wir durch die Musik Gott loben und klagen könnten, sagte Wallbrecht im Eingangsgebet. Pfarrer Holl sprach von der Einheit und Vielfalt des Lebens, die in der Musik zu spüren sei. Musik solle unser Leben fördern, so wie das Wasser unser Leben fördere, sagte er als er die Fahnenweihe durchführte und dabei nicht nur die Fahne, sondern auch die Musiker „weihte“.
Am frühen Nachmittag startete ein großer Festzug durch Herlikofen, an dem sich zahlreiche Musikvereine beteiligten. Neben den direkten „Nachbarn“ aus Hussenhofen und Iggingen kamen auch weiter gereiste Kapellen aus Bopfingen, Sulzbach-Laufen oder die Bergkapelle aus Wasseralfingen. Mit dabei auch die Musikerinnen und Musiker aus Bargau, Straßdorf, Großdeinbach, Mutlangen, Spraitbach, Ruppertshofen, Holzhausen, Schechingen, Untergröningen, Mögglingen und viele andere. Die Straßdorfer demonstrierten, dass sie nicht nur „blasen“, sondern auch singen konnten. Örtliche Vereine wie der Liederkranz, die Gartenfreunde und die Kleintierzüchter sowie die Sportler aus Herlikofen demonstrierten, dass das Jubiläumsfest des Musikvereins ein Grund zum Feiern für den gesamten Stadtteil ist. Kindergarten– und Schulkinder sorgten ebenso für bunte Farbtupfer wie die verschiedenen Uniformen und Fahnen der Kapellen.
Nach dem feierlichen Fahneneinmarsch — musikalisch begleitet von der Werkkapelle Spießhofer
& Braun aus Heubach — ließ Ortsvorsteher Celestino Piazza das Festprogramm Revue passieren. Oberbürgermeister Richard Arnold sagte: „Man sieht, dass die Herliköfer Feste feiern können“. Bundestagsabgeordneter Norbert Barthle (
CDU) stellte fest, dass der
MV Herlikofen trotz seiner
80 Lenze jung geblieben ist, während Staatssekretär
MdL Dr. Stefan Scheffold seine Freude über die Farbenpracht und Stimmung im Festzelt zum Ausdruck bracht.
MdB Christian Lange (SDPD) hob hervor, dass offensichtlich der ganze Ort beim Feiern an einem Strang ziehe. Danach zeigten die Festdamen auf der Bühne einen aufwändig choreographierten Fahnentanz.
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