Schüler von Mörikeschule und Rosenstein-Gymnasium bringen das Heubacher Stadtwappen auf Deutschlands höchsten Gipfel
Die teilweise noch sehr jungen Neueinsteiger der Klettergruppen der Mörike-Schule und des Rosenstein-Gymnasiums Heubach wollten bei ihrem ersten gemeinsamen Hochgebirgsprojekt gleich einen besonderen Akzent setzen:
HEUBACH
(pm). Das Heubacher Stadtwappen sollte auf dem höchsten Punkt Deutschlands, der
2962 m hohen Zugspitze, gehisst werden!
Da die für derartige schulübergreifende Kooperationen vom Regierungspräsidium zur Verfügung gestellten Gelder bereits zum
1. Juli verfallen wären, wurde das ehrgeizige Vorhaben trotz der großen Neuschneemengen der vorangegangenen Schafskälte entschlossen angegangen. Allen war klar, dass die gewählte Route der Erstbesteiger von
1844 der leichteste, aber auch längste Weg auf Deutschlands höchsten Gipfel sein würde.
Tatsächlich verlangte der Hüttenaufstieg zur
2052 m hoch gelegenen Knorr-hütte mit
19 km Länge und
1500 Höhenmetern volle sieben Stunden reine Gehzeit, was selbst die ganz abgelegenen Berghütten der Westalpen nur selten zu bieten haben.
Dafür entschädigte aber die unberührte einsame Wildnis des schier endlosen Reintals bei traumhaftem Wetter. Die beiden Betreuer, Gabi Grupp und Robert Felch, konnten dabei von Anfang an ein sehr harmonisches Zusammenwachsens des Schülerteams der beiden Schulen beobachten.
Nach einer in Einzelfällen erholsamen Nacht im Matratzenlager warteten am nächsten Morgen bereits kurz hinter der Hütte die riesigen Schneefelder des Zugspitzplatts. Der zunächst noch gut durchgefrorene Schnee erlaubte anfangs ein zügiges Vorankommen, mit zunehmender Sonneneinstrahlung änderte sich die Situation jedoch allzu rasch.
Vom auf
2600 m gelegenen Skizentrum „Sonnalpin“ war schließlich der gut
300 m hohe Schlussanstieg durch die Westflanke des Zugspitzgipfels einzusehen. Zahllose kleine Nassschneelawinen, dadurch ausgelöster Steinschlag und unter den Neuschneemassen liegende Stahlseile des sehr steilen Steiges machten eine Begehung dieser Passage, die noch keine Begehungsspuren aufwies, unmöglich.
Leider mussten, oder Gott sei Dank konnten die letzten Meter mit einer kurzen Gondelfahrt überwunden werden, bevor die Schüler auf der Gipfelterrasse im internationalen Getümmel endlich das Heubacher Stadtwappen in voller Größe entfalten konnten.
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