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» Ostalbkreis | Freitag, 23. Juli 2010

SPD im Wahlkreis Backnang nominierte Sohn von früherem MdL

Die SPD im Wahlkreis Backnang, zu dem auch Alfdorf gehört, hat Gernot Gruber zu ihrem Kandidaten gekürt. Die Rems-​Zeitung sprach mit seiner Schwester, der Kreistagsabgeordneten und langjährigen Alfdorfer Gemeinderätin Gislind Gruber-​Seibold. Von Manfred Laduch

ALFDORF. Der Landtagswahlkreis Backnang hatte es aufgrund seiner geringen Größe bislang sehr schwer, neben dem traditionell direkt gewählten CDU–Bewerber einen zweiten Abgeordneten nach Stuttgart zu entsenden. Der letzte Sozialdemokrat, dem dies gelang, war 1972 Giselher Gruber, erinnert sich seine Tochter Gislind Gruber-​Seibold.
Jetzt solle es ihr Bruder Gernot schaffen, sagt die langjährige Alfdorfer Gemeinderätin. Die Nominierungsversammlung wählte den 47-​Jährigen mit 96,5 Prozent zum Kandidaten. Gernot Gruber wohnt in Backnang, ist Diplom-​Mathematiker und steht als Referatsleiter und Prokurist in Diensten des Allianz-​Konzerns. Er ist Vater einer 19-​jährigen Tochter und begeisterter Leichtathlet.
„Mein Bruder hat gute Chancen, in den Landtag zu kommen“, ist Gislind Gruber-​Seibold überzeugt. „Dass wir seit 34 Jahren keinen Abgeordneten mehr stellen, lag allein an der zu geringen Größe des Wahlkreises. Da war die absolute Stimmenzahl bei der Verteilung der Zweitmandate stets zu gering.“
Jetzt aber gilt ein geändertes Wahlgesetz, nach dem die Zweitmandate über den prozentualen Anteil der Stimmen ausgezählt werden. „Im Landesvergleich konnten sich die Prozentwerte unserer SPD immer sehen lassen“, sagt die Alfdorfer Kreisrätin. Deshalb habe sich bei der Wahlkreisversammlung auch MdB Christian Lange sehr zuversichtlich gezeigt, dass Gernot Gruber nach Stuttgart entsandt werden könne.
„Mein Bruder hat in der Versammlung eine Liste mit zehn Punkten angeführt, die ihm besonders am Herzen liegen. Darunter war eine gerechtere Gesellschaft mit fairen Löhnen, regenerative Energien statt Atomkraft, ein effizienter öffentlicher Nahverkehr, schnelles Internet im ganzen Wahlkreis und ein freier Zugang zu Wissen und Bildung“, erzählt Gislind Gruber-​Seibold.
Grubers Ersatzkandidatin ist Sonja Pauli, 48-​jährige kaufmännische Angestellte aus Aspach.
 

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