Jens Heilig und Michaela Waidhauser rufen heute zum „Aktionslauf mit Typisierung“
Man muss nicht in reißende Ströme springen oder in lichterloh brennende Häuser rennen, um Menschenleben zu retten. Dass es ganz einfach geht und ein Super-Gefühl ist, wollen Jens Heilig und Michaela Waidhauser heute möglichst vielen Menschen in Rechberg zeigen. Von Manfred Laduch
GMÜND-RECHBERG. Mit
13 erhielt die heute
15-jährige Michaela aus Forchheim in der Oberpfalz die niederschmetternde Diagnose: Leukämie. Ihre einzige Chance war eine Stammzellenspende. Die Deutsche Knochenmarkspender-Datei wurde verständigt und sie hatte tatsächlich einen passenden Spender: Jens Heilig aus Rechberg. Seine Stammzellen retteten Michaela das Leben. „Die medizinischen Möglichkeiten sind da, es braucht halt die Leute“, sagt Jens Heilig.
Bei der Frage, wie er möglichst viele Menschen dazu bringen könne, sich als mögliche Stammzellenspender typisieren zu lassen, fiel dem
32-jährigen Vertriebsingenieur ein, dass er schon früher mit Radfahr– und Lauf-Veranstaltungen zu tun hatte. Deshalb wird es heute in Rechberg einen „Aktionslauf mit Typisierung“ geben.
In der Gemeindehalle können sich Menschen zwischen
10 und
14 Uhr von Ärzten fünf Milliliter Blut abnehmen lassen, dessen wichtigste Eigenschaften untersucht und gespeichert werden. Eine Sache von Minuten. Erst wenn man irgendwann tatsächlich aufgrund von großen Übereinstimmungen mit einem Patienten als Spender in Frage kommt, folgen intensivere Untersuchungen.
Um
11.
30 Uhr starten ein Bambinilauf und ein Kinderlauf, bei dem die örtliche Spedition Wagenblast pro Teilnehmer fünf Euro spendet. Um
14 Uhr laufen die Erwachsenen – hier gibt die Volksbank Gmünd drei Euro pro Teilnehmer. Damit wird die Blutuntersuchung finanziert.
Alle Rechberger Vereine, die Schule und der Kindergarten unterstützen die Aktion. Vor der Gemeindehalle steht ein Zelt, in dem bewirtet wird. Ab
15 Uhr gibt es musikalische Unterhaltung.
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