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» Ostalbkreis | Sonntag, 25. Juli 2010

Mit insgesamt 66 200 Euro haben 57 Personen, Firmen und Institutionen zur Gründung der Stiftung Stadtkirche Lorch beigetragen

Die Sorge, dass die Kantorenstelle in der Stadtkirche Lorch wegfallen könnte, führte zu dem Beschluss, eine Stiftung zu gründen, so dass auch weiterhin den musikalischen Aktivitäten nichts im Wege steht (die RZ berichtete). Die Voraussetzungen sind nun geschaffen, gestern fand die Gründungsfeier statt.

LORCH (nb). 100 Stifter und ein Startkapital von 100 000 Euro – das war der Wunsch jener Lorcher, die vor einem Jahr die Gründung der Stiftung Stadtkirche Lorch in die Wege geleitet haben. Ganz so hoch fällt der Betrag zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aus, dennoch zeigten sich die Verantwortlichen bei der Gründungsfeier zufrieden und vor allem dankbar. Denn die Summe von 66 200 Euro kann sich sehen lassen. 57 Personen, Firmen und Institutionen haben dazu beigetragen. Pfarrer Christof Messerschmidt ließ nicht unerwähnt, dass noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres die Möglichkeit besteht, Gründungsstifter werden. Die erste Stiftertafel wurde bereits in der Stadtkirche angebracht, eine zweite soll folgen.
Lorch, so sagte Dekan Immanuel J. A. Nau, habe Maßstäbe gesetzt, „an denen sich andere Kirchengemeinden werden messen müssen“. Er bezeichnete die Stiftung Stadtkirche Lorch als Keimzelle, aus der viel Segensreiches erwachsen möge. Mindestens fünf Jahrhunderte solle die Stiftung Bestand haben, sagte der Dekan im Hinblick auf die musikalische Umrahmung des gestrigen Abends durch das Ensemble Dialogo Musicale, das mit den Besuchern eine musikalische Zeitreise durch drei Jahrhunderte unternahm. Die Stiftung, so Dekan Nau, benenne nicht nur ein Gebäude. Es gehe nicht nur um die Mauern, sondern auch darum, dass innerhalb der Mauern etwas zum klingen gebracht werden solle.
Anfangs habe man nicht gewusst, wie die Gemeinde auf so eine Stiftung reagiere, so Ruth Schenker, Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Viele hätten sich jedoch „mitnehmen lassen auf den Weg zur Stiftung“. Viele identifizierten sich damit, so Schenker, die an die zahlreichen Aktionen erinnerte, die ebenso zu der beachtlichen Summe beitrugen, beispielsweise das Weißwurstessen im April, die Aktionen auf dem Wochenmarkt oder die Nacht der Chöre.
Kleine wie große Beträge sind so zusammengekommen und haben etwas in die Wege geleitet, was für Generationen Bestand haben wird. Mindestens für fünf Jahrhunderte.
 

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