Bildungspartnerschaft mit Polynorm und Berroths Backparadies wurde jetzt vertraglich vereinbart
„Eine gute Zusammenarbeit zwischen der Uhlandschule und den örtlichen Industrie– und Handwerksbetrieben besteht ja schon lange, aber durch die Unterzeichnung einer Bildungspartnerschaft erhält sie ein neues Gewicht“, fasste Rektor Bernd Schlecker von der Uhlandschule den Kern des jetzt unterzeichneten Vertrags zusammen.
GMÜND-BETTRINGEN (wil). Berroths Backparadies als mittelständischer Handwerksbetrieb, die Firma Polynorm als großes Industrieunternehmen sowie die Stadt Gmünd als öffentlicher Arbeitgeber haben ihre besondere Verbundenheit mit der Uhlandschule besiegelt.
Schon lange sind die Bettringer Hauptschüler zu Praktika in örtlichen Betrieben, besuchen Ausbildungsleiter die Schule und berichten von der aktuellen Situation in der Arbeitswelt und auch das „Projekt Zukunft“ vom
BAW ist fest installiert. Dennoch war für Rektor Bernd Schlecker die noch engere Verzahnung „mit Partnern, die zu unserem Profil passen“ wichtig. Manfred Berroth vom ortsansässigen Backparadies erhofft sich von der Partnerschaft einen besseren Einblick in den durchaus anspruchsvollen Beruf des Bäckers, hat doch „jede Maschine eine kleine Computersteuerung“. Sicher werden auch weiterhin die Grundschüler beim Thema Ernährung seinen Betrieb besuchen, aber den künftigen Azubis möchte er mit dieser Kooperation das Berufsbild näher bringen.
Josef Kaiser und Jochen Walter von der Firma Polynorm sehen in den Schulabgängern der Uhlandschule ebenfalls ihre künftigen Facharbeiter. Kaiser warb für die Teilung der bisherigen Berufsbilder in höher und niedriger qualifizierte Anforderungen, um auch leistungsschwächeren Jugendlichen einen Arbeitsplatz bieten zu können. Für den erfolgreichen Werkrealschüler sieht er mit Leitungsfunktionen innerhalb des Betriebes einen Erfolg versprechenden Arbeitsplatz.
Karin Schüttler, die für die Stadt Gmünd die Bildungspartnerschaft unterzeichnete, betonte, wie wichtig der Stadt die Ausbildung der Jugendlichen sei. Ob in der Verwaltung, im Bauhof oder dem Gartenbauamt, die Angebote seien vielfältig und die Stadt habe schon immer die Schulen bei der Suche nach Praktikums– und später Ausbildungsplätzen unterstützt. So sei es für sie selbstverständlich, auch hier „mit im Boot zu sein“.
Emil Kesselburg vom Staatlichen Schulamt freute sich, dass sich die Beziehungen zwischen Schule und Wirtschaft in den letzten Jahren stark verbessert hätten und man sich gegenseitig unterstütze und es als gemeinsame Aufgabe sehe, die Schüler zum Erfolg zu führen, sowohl im Beruf wie auch in der Lebenskarriere. Mit der Einführung von Wirtschaftsenglisch in Realschulen komme man den Wünschen der Wirtschaft entgegen. Für die Uhlandschule wünsche er sich noch einen Bildungspartner aus dem sozial-pflegerischen Bereich.
Rektor Schlecker nutzte diesen Gedanken um darauf hinzuweisen, dass diese Unterzeichnung nur der Anfang eines Prozesses sei. Weitere Partner seien stets willkommen. Für das
BAW, das aus dem „Projekt Zukunft“ der Landesregierung finanziert wird, stellte Aicha Wolffs ihre Arbeit mit den Uhlandschülern vor und
Dr. Dieter Streit vom neu gegründeten Förderverein sah in dieser Partnerschaft das wichtige Ziel, den Schülern Perspektiven zu vermitteln und sagte zu, die vielfachen Kontakte der Vereinsmitglieder ebenfalls in diesem Sinne zu nutzen.
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