Generationswechsel bei der Gmünder NABU-Gruppe: Armin Dammenmiller zum Nachfolger von Prof. Frieder Bay gewählt
Beim Gmünder Naturschutzbund (NABU) wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nach drei Jahrzehnten an der Spitze der Ortsgruppe übergibt Prof. Frieder Bay die Führung in jüngere Hände.
SCHWÄBISCH GMÜND.
Prof. Bays Nachfolger Armin Dammenmiller will die Arbeit der Gruppe neu ausrichten und baut dabei auf die Hilfe eines erweiterten und verjüngten Führungsteams.
Künftig will sich die Gmünder
NABU–Gruppe stärker als bisher dem praktischen Naturschutz widmen und in den kommenden Monaten eine Reihe konkreter Biotopschutzmaßnahmen in Angriff nehmen. Hohe Priorität hat der Wiederaufbau einer eigenen Jugendarbeit. Deshalb wählten die Mitglieder bei ihrer Jahresversammlung im Gasthaus Krone in Zimmern Stefanie Michel in die neu geschaffene Position der Jugendleiterin. Neu ist auch, dass
Dr. Karen Debler den Vorstand künftig als Beisitzerin unterstützen wird, und dass mit Walter Beck die Aufgabe der Presse– und Öffentlichkeitsarbeit wieder personell besetzt wird. Josef Müller wurde in das bisher von Dammenmiller gehaltene Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, als Kassierer bestätigten die Mitglieder Günter Desorso, unterstützt durch Olaf Steenken und Georg Wamsler als Kassenprüfer. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.
Prof. Frieder Bay, der die Gruppe vor
33 Jahren mitbegründet hatte und die Leitung nun aus Altersgründen abgab, begrüßte die Neuausrichtung des Gmünder
NABU. „In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Landnutzung, und mit ihr die Pflanzen-, Tier– und Vogelwelt, stark verändert“, stellte er in seinem Rückblick fest. Wenn heute wieder Wanderfalke und Uhu am Rosenstein nisteten, sei das auch ein Erfolg des ehrenamtlichen Naturschutzes. Allerdings seien zugleich viele andere, teils weniger auffällige Arten aus unserer Landschaft verschwunden. „Unsere Aufgabe ist es, auch durch gezielte Maßnahmen Verbesserungen zu erreichen“, sagte Bay. „Es ist gut dass jetzt jüngere Leute diese Aufgabe in die Hand nehmen.“
Knut Bormann, Mitglied des
NABU–Landesvorstandes, überreichte Bay die Ehrennadel in Gold und würdigte das langjährige Engagement des scheidenden Vorsitzenden. „Nicht jede Ortsgruppe kann sich rühmen, von einem wirklichen Bio-Prof geführt zu werden“, scherzte Bormann.
Der neue Vorsitzende Armin Dammenmiller versprach, die kooperative Linie seines Vorgängers fortzusetzen: „Ein Kompromiss macht erst einmal niemanden richtig glücklich, aber man kommt damit besser voran als durch Konfrontation.“ Bay hatte immer wieder erfolgreich das Gespräch und den Ausgleich zwischen Naturschutz und Naturnützern wie Bauern, Jägern und Fischern gesucht.
Vorab hatte Dammenmiller über das bundesweite Projekt Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) informiert. Diese seit
2003 laufende Erhebung soll den Bestand der wichtigsten Brutvogelarten in Deutschland flächendeckend erfassen und so eine wertvolle Datengrundlage schaffen, um den Gefährdungsgrad einzelner Arten zu beurteilen und Schutzmaßnahmen einzuleiten.
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