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» Ostalbkreis | Donnerstag, 29. Juli 2010

Konrektorin Adelheid Singer-​Luschka nimmt Abschied von der Realschule Heubach

Fünf Jahre lang war Adelheid Singer-​Luschka stellvertretende Schulleiterin an der Realschule Heubach. Kurz vor Schuljahresende wurde sie Rektorin der Adalbert-​Stifter-​Realschule in Gmünd. In Heubach gab es eine bewegende Abschiedsfeier.

HEUBACH (pm). Mit Darbietungen, die sie als Musiklehrerin und ehemalige Leiterin des kleinen Heubacher Schülerchors besonders ansprechen sollten, mit dem Vortrag eines selbst verfassten Gedichts, mit Rap und Reden brachten Schülerinnen und Schüler, die sich vollzählig in der Aula versammelt hatten, ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, von einer liebgewonnenen Lehrerin und verständnisvollen Konrektorin verlassen zu werden. Zur Erinnerung überreichten sie ein Buch mit Texten und Zeichnungen, zu dem jede Klasse einen Beitrag beigesteuert hatte.
Mit dem Lied „Für Dich soll’s rote Rosen regnen“ eröffnete der Lehrerchor den zweiten Teil der Feier. Im Namen des Kollegiums dankte Elke Emrich der scheidenden Konrektorin. Dabei betonte sie deren fachliche Kompetenzen ebenso wie ihre menschlichen Qualitäten. Als aktive Personalrätin habe Singer-​Luschka nicht nur organisatorische Fähigkeiten eingebracht, sondern ein Beispiel dafür gesetzt, was dialogische Führung bedeute. Ihr Wirken an der Schule sei geprägt gewesen von Offenheit, Ehrlichkeit, Menschlichkeit und vom Respekt vor der Würde des Einzelnen. Mit ihrem Führungsstil habe sie die Schulentwicklung vorangebracht. So sei zum Beispiel unter ihrer Führung in Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern eine Schulverfassung entstanden.
Im Namen der „ökumenisch vereinten Religionslehrer“ betonte Martin Binder, dass Adelheid Singer-​Luschka das Fach Religion nicht nur kompetent unterrichtet, sondern auch die Fachschaft gestützt und getragen habe. Von ihr sei z.B. der Anstoß gekommen, Gottesdienste wieder in die Schule hineinzutragen. Als ganz persönlichen Dank überreichte Pfarrer Spieth eine selbst gefertigte Holzskulptur, mit der er den guten Geist symbolisierte, den Adelheid Singer-​Luschka aus ihrer Religiosität bezogen und ihren Mitmenschen weitergegeben habe. Elternbeiratsvorsitzende Jeanette Wölz bedankte sich für die geleistete Arbeit.
Wie sehr ihm seine Mitstreiterin im Rektorat schon während der letzten Wochen gefehlt habe, machte Schulleiter Gerd Veeser in seiner Abschiedsrede deutlich. Dabei habe er nicht nur ihre fachlichen und organisatorischen Fähigkeiten vermisst, sondern auch ihr Verständnis, ihr Sich-​Kümmern, ihr Lachen.
Der Rektor erinnerte an erste Begegnungen im Klettergarten während einer gemeinsamen Fortbildung für Führungskräfte und daran, was Adelheid Singer-​Luschka in ihrem verhältnismäßig kurzen Intermezzo an der Heubacher Realschule bewegt habe. Aus den Buchstaben des Wortes „Adieu“ entwickelten die Kolleginnen Christine Gwinner und Irmintraud Didszus ein Wortspiel, das die besonderen Wesensmerkmale der künftigen Rektorin betonte und zum ganz persönlichen Abschiedslied des Lehrerchors mit dem Titel „Adieu, Adelheid“ überleitete.
In ihren Abschiedsworten dankte Adelheid Singer-​Luschka den Menschen, von denen sie an der Schule in gemeinsamer Arbeit gelernt habe. So habe sie von Schulsekretärin Hartenstein am gemeinsamen Arbeitsplatz im Vorzimmer des Rektorats viel über Verwaltungsabläufe erfahren. Der Umgang mit dem Kollegium, das sie als besonders bunt, lebendig und beweglich empfunden habe, habe ihr geholfen, in ihre neue Rolle als Führungskraft hineinzuwachsen. Vom Schulleiter habe sie nicht nur gelernt, Entscheidungen konsequent zu treffen; geschätzt habe sie auch sein Verständnis und seine Unterstützung in schwierigen Situationen.
 

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