Schülerfirma des Gymnasiums Friedrich II. bei Abschlussveranstaltung aufgelöst /Fast alle Anteilseigner spendeten Gewinn
„Mit Bluetooth zum Erfolg!“: Das war ein Schuljahr lang der Werbeslogan der Lorcher Junior-Firma BlueConnexion. Der Erlös wurde für die Kinderstation an der Stauferklinik gespendet.
LORCH /MUTLANGEN
(pm). Die
19 Jungunternehmer des Wirtschaftsleistungskurses gründeten im vergangenen Oktober ihr eigenes kleines Unternehmen und waren neun Monate lang auf dem besten Weg, ihre innovative Marketingidee der Öffentlichkeit nahezubringen. Ob Messe-Interessierte, Busfahrgäste oder Besucher von Großveranstaltungen in Schwäbisch Gmünd — erstaunlich viele Menschen wurden auf die Schüler und ihre junge Zukunftsvision in der Werbewelt aufmerksam. Kürzlich waren nun die Anteilseigner zur Abschluss-Hauptversammlung ins Gymnasium Friedrich II. Lorch geladen, um die nach Maßstäben des Instituts der deutschen Wirtschaft obligatorische Auflösung des Unternehmens zu vollziehen. Ein Schuljahr voller neuer Erfahrungen und beeindruckenden Erlebnissen, von denen nicht jeder Schüler behaupten kann, sie gemacht zu haben, geht für die Jungunternehmer zu Ende. „Ein wenig traurig sind wir natürlich alle“, so der Vorstandsvorsitzende Robin Hermann, „aber immerhin schreiben sämtliche Mitarbeiter von BlueConnexion im nächsten Frühjahr ihr Abitur. Da wäre die Weiterführung der Firma schon rein zeitlich gar nicht möglich.“
Doch das Schülerunternehmen sah mit Würde seiner Auflösung entgegen. Nach so mancher Rede, die die Shareholder über den Geschäftsverlauf im letzten Quartal und die finale Bilanz informierte, wurde ein Scheck an
Dr. Jochen Riedel von der Kinderstation der Stauferklinik Mutlangen in Höhe von
2107,
40 Euro überreicht.
82 der
90 Anteilseigner hatten sich bereiterklärt, ihren Gewinn an jene zu spenden, die das Geld deutlich dringender brauchen als sie selbst.
So hat die Schülerfirma letztendlich ihr Versprechen gehalten und war mit ihrer Idee erfolgreicher, als so mancher Skeptiker anfangs wahrhaben wollte. Denn das erwirtschaftete Geld ist ebenso real, wie es auch die harte und zeitaufwändige Arbeit der Schüler im vergangenen Geschäftsjahr war, und es wird nun hoffentlich den Kindern und Jugendlichen helfen, die größere Probleme haben als die penibel genaue Erstellung von Buchführungsunterlagen oder die Frage nach der perfekten Kundenpräsentation.
Oder wie es die Melina Strobel, Mitarbeiterin der Finanzabteilung, auf den Punkt brachte: „Es ist schön, zu wissen, dass es für die Menschen noch Wichtigeres auf der Welt gibt als ihr eigenes Geld.“
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