Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 30. Juli 2010

Der Auftakt zum Open Air Kino mit Serenadenkonzert gestern Abend hätte so wunderbar sein können

Ein Trost: Schlimmer geht’s nimmer, doch ab heute Nachmittag soll der Sommer doch tatsächlich wieder heimkehren in die ansonsten sonnige Festivalstadt. Der Auftakt des Gmünder Open Air Kinos in Verbindung mit einem Serenadenkonzert des 1. Musikvereins Stadtkapelle fiel gestern Abend fast vollständig ins Wasser. Es hätte so zauberhaft sein können.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Schade, einfach nur jammerschade. Stadtkapellmeister Dietmar Spiller, sein durch Streicher verstärktes Orchester, eine ganze Reihe von Solisten und nicht zuletzt auch die aufwändige Kino– und Beleuchtungstechnik hatten sich mit viel Engagement auf diesen Abend vorbereitet.
Doch schon der dunkler Himmel und die magere Zuhörerresonant verhießen nichts Gutes. „Wo sind die Gmünder?“ rief Dietmar Spiller beim Einmarsch nachdenklich den überwiegend leeren Stuhlreihen zu. Ein kleines Vermögen investieren die Festivalbesucher für die Kirchenkonzerte; das große Filmmusik-​Konzert war ja sogar kostenlos. Das kalte und feuchte Wetter war offenbar schlichtweg abschreckend, um einen Schritt vor die Haustüre zu wagen. Noch eine Stunde zuvor hatte Dietmar Spiller das Wetterradar angeschaut und war sich bombensicher, dass es trocken bleiben würde. Immerhin die „Brücke am Kwai“ und „Monet for Morricone“ waren als Meisterwerke der Filmmusik mit emotionaler Klangfarbe zu hören. Wie keine andere Art, so beschreiben Filmkompositionen Bilder, Handlungen und Gefühle. Doch dann wäre ein Stück aus einem Katastrophen– oder Weltuntergangsfilm abgebracht gewesen. Es begann erneut zu schütten. Während die hartgesottene Blasmusiker ausharrten, ergriff als erstes das Ensemble der Streicher die Flucht in den Prediger, bevor dann die gesamte Stadtkapelle die wohlklingende Arbeit niederlegte. Nach einer Viertelstunde Regenpause der zweite Versuch, ebenfalls abgebrochen. Der Titel des Auftaktfilms war dem Szenario angemessen: „Mamma Mia!“
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen