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» Ostalbkreis | Freitag, 30. Juli 2010

Die Zahl der Stellenangebote nimmt in Ostwürttemberg erfreulicherweise zu und erreicht bereits den Stand des Jahres 2008

„Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen um 42 auf 11 617 angestiegen. Die Arbeitslosenquote hat sich im Vergleich zum Vormonat nicht verändert, ebenso ist sie in Baden-​Württemberg bei 4,7 Prozent verblieben“, kommentiert die Agentur für Arbeit die Entwicklung.

OSTWÜRTTEMBERG. Die Erhöhung der Zahl der Arbeitslosen ist überwiegend durch das Ende des 2. Quartals bedingt — ein üblicher Ein– bzw. Austrittstermin. Im Vorjahr lag die Quote zu diesem Zeitpunkt bei 5,4 Prozent“, so Hans-​Joachim Gulde, Leiter der Arbeitsagentur. „Dies liegt vor allem auch daran, dass viele Jugendliche ihre Ausbildung beenden und wegen Urlaubszeit, Handwerker– und Betriebsferien nicht sofort eine Anschlussbeschäftigung aufnehmen können“. Der erneute erfreuliche Zugang an Stellenangeboten zeigt, dass die Unternehmen optimistischer in die Zukunft schauen. Der Bestand an Arbeitslosen aus dem SGB III Bereich (Arbeitslosenversicherung) ist im Juli um 211 Personen angestiegen; der Bestand an Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II) verringerte sich hingegen um 169 Personen.
Im Ostalbkreis ist die Arbeitslosenquote bei 4,9 Prozent gleichgeblieben. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 5,3 Prozent. Zum Stichtag waren 8.017 Menschen arbeitslos gemeldet, 75 Menschen mehr als im Juni. Diese verteilten sich auf die vier Geschäftsstellen im Ostalbkreis wie folgt: Hauptagentur Aalen 2.807 Arbeitslose bei einer Quote von 4,8 Prozent (Vormonat 4,7 Prozent), Geschäftsstelle Bopfingen 663 Arbeitslose bei einer Quote von 4,8 Prozent (wie im Vormonat), Geschäftsstelle Ellwangen 704 Arbeitslose bei einer Quote von 3,1 Prozent (Vormonat 2,9 Prozent) und Geschäftsstelle Schwäbisch Gmünd 3.843 Arbeitslose bei einer Quote von 5,5 Prozent (Vormonat 5,6 Prozent). Im Landkreis Heidenheim liegt die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent und ist im Vergleich zum Juni um 0,1 Prozentpunkt gefallen. 3.600 Arbeitslose waren zum Stichtag im Juli registriert, 33 weniger als im Juni.
Ein Blick auf die Zu– und Abgangsdaten im Bereich des SGB III, insbesondere die Zahlen aus /​in Erwerbsarbeit, zeigt die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 793 Menschen haben sich im Juli aus der Erwerbsarbeit neu arbeitslos gemeldet, nur 685 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbsarbeit beenden. Im Agenturbezirk kamen hiervon im Juli 42,2 Prozent aus der Erwerbstätigkeit sowie 39,6 Prozent aus der Ausbildung. Der Abgang in Erwerbstätigkeit liegt in diesem Monat bei 44,1 Prozent sowie in Ausbildung bzw. Maßnahmeteilnahme 19,9 Prozent.
1157 ungeförderte Stellenangebote, das sind Stellen ohne staatliche Förderung, wurden den Mitarbeitern des Arbeitgeberservices (AGS) im Monat Juli neu gemeldet. Dies waren 153 Stellenangebote mehr als im Juni 2010. Derzeit stehen insgesamt 2.257 betriebliche Arbeitsangebote zur Verfügung. Der Anteil der offenen Stellen aus dem Bereich der Zeitarbeit steigt seit Jahresbeginn kontinuierlich an und liegt zurzeit bei ungefähr. 44 Prozent. Die erneut gestiegene Zahl an offenen Stellen lässt auf eine erhöhte Aufnahmefähigkeit des Marktes schließen. Eine Stellenmehrung gab es im Juli insbesondere in den Bereichen Baugewerbe, Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Gesundheit– und Sozialwesen, Gastgewerbe, technischen Dienstleistungen sowie in Verkehr und Lagerei.
„Seit Mai des Jahres 2010 steigen die Stellenangebote auf ein erfreuliches Niveau – wie im Jahr 2008 — an. Das Spektrum der angebotenen Stellen ist breit, wenn auch die Zeitarbeit mit über 40 Prozent dominiert. Die grundsätzlich positive Entwicklung kommt leider den über 50-​Jährigen nicht so zugute. Deren Arbeitslosigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent erhöht“, so Hans-​Joachim Gulde abschließend.
 

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