Gemeinderat Ruppertshofen berät Haushaltskonsolidierung
Es wird deutliche Signale brauchen, um den Gemeindehaushalt von Ruppertshofen in die richtigen Bahnen zu lenken. Das war gestern Abend Thema der Gemeinderatssitzung. Von Manfred Laduch
RUPPERTSHOFEN. „Es geht ans Eingemachte“, stimmte Bürgermeister Peter Kühnl auf die Debatte ein. Die wichtigsten Schritte waren bei einer Klausurtagung vorberaten worden. Die Rücklagen, ergänzte Verbandskämmerer Bernhard Deininger, seien komplett aufgebraucht, der laufende Etat habe ein Defizit von
100 000 Euro.
Es wurde daher beschlossen, den Etat für die Wegeunterhaltung von
36 000 auf
10 000 Euro abzuspecken. Beim Friedhof Birkenlohe werden
10 000 von
15 000 Euro eingespart. Der Spielplatz-Etat wird von
40 000 auf
30 000 Euro zurückgefahren. Der neue Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehr wird erst
2011 bestellt.
Die Kindergartengebühren steigen ab September um einen Euro pro Kind und Monat. Dagegen wurde der Vorschlag, den Kindergartenbus zu streichen (
6000 Euro) bei Stimmengleichheit abgelehnt. Die Gegner sahen dadurch die Zukunft des Kindergartens Birkenlohe gefährdet. Das Rathaus wird künftig statt fünfmal nur noch dreimal wöchentlich gereinigt.
Bei den Mäharbeiten für das Sportgelände will man in Absprache mit dem Verein
2011 die Kosten halbieren. Die Hundesteuer wird um
50 Prozent steigen. Den größten Brocken macht die bei drei Gegenstimmen beschlossene Erhöhung des Deckungsgrades im Bestattungswesen von knapp
60 auf
90 Prozent aus. Genaueres wird noch festgelegt.
Es gab aber auch überplanmäßige Ausgaben: Die Feuerwehr braucht dringend neue Einsatzjacken (
4000 Euro) und die Sanierung der Toiletten im Kindergarten Pfiffikus schlägt mit
10 000 Euro zu Buche. Der Waldorfkindergarten bleibt in der kommunalen Bedarfsplanung – trotz
35 000 Euro Mehrkosten. Damit sei aber auch das Ende der Fahnenstange erreicht.
Noch keine Kommentare vorhanden.