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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 30. Juli 2010

Gewerbliche Schule verabschiedete im Prediger Designer und Gestalter /​Der Landrat gratulierte

Wieder einmal bot das Refektorium des Prediger den feierlichen Rahmen für Schülerinnen und Schüler der Gewerblichen Schule Schwäbisch Gmünd, um ihre Abschlusszeugnisse, Preise und Belobigungen entgegenzunehmen.

SCHWÄBISCH GMÜND. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter der Gewerblichen Schule, Gerhard Barreith, haben sich Landrat Klaus Pavel und der 1. Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Dr. Joachim Bläse mit Grußworten an die Schülerinnen und Schüler gewandt, Glückwünsche überbracht und den Stellenwert der Ausbildung verdeutlicht.
Danach wurde den jungen Absolventen des Berufskollegs und der Fachschule begleitet von der Präsentation ihrer Abschlussschmuckstücke durch den Landrat, Schulleiter und Klassenlehrerin ihre Abschlusszeugnisse, Preise und Belobigungen verliehen. Nach einem Grußwort der Vorsitzenden des Fördervereins der Gold– und Silberschmiedeschulen Michaela Hirner ehrte sie die besten Schmuckarbeiten mit weiteren Preisen. Nach der Übergabe der kleinen Meisterbriefe durch den Vorsitzenden der Meisterprüfungskommission Michael Hirner lud die Innungsobermeisterin der Gold– und Silberschmiedeinnung Doris Raymann-​Nowak die jungen Meisterinnen ein, ihre Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses und den Ruf der Gold– und Silberstadt anzunehmen und Mitglied der Innung zu werden.
Die Fachschule für Gestaltung, Schmuck und Gerät wird entsprechend der Tradition der Gold– und Silberstadt Schwäbisch Gmünd an der Gewerblichen Schule geführt. Diese Fort– und Weiterbildungsschulart endet nach zwei Jahren Vollzeitschule mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Nach deren Bestehen wird die Berufsbezeichnung „staatlich geprüfter Gestalter“ verliehen. Im Rahmen der Abschlussprüfung kann in beiden Schularten die Fachhochschulreife erworben werden. Sie berechtigt zum Besuch jeder Fachhochschule in Baden-​Württemberg. Die Gestalter haben auch die Möglichkeit die Meisterprüfung im Gold– und Silberschmiedehandwerk vor der Handwerkskammer Ulm abzulegen. Mit dem Abschluss des staatlich geprüften Designer „Schmuck und Gerät“ wird eine direkte Zulassung für die Fachschule für Gestaltung erworben.
Das Abschlussthema des dreijährigen Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät lautete „Man“ trägt violett. Ein von den Fachlehrerinnen Sibylle Don und Eva Maria Seyl bewusst gewähltes Thema, liegt doch erstmalig seit Bestehen des Berufskollegs der Männeranteil bei 50 Prozent
Die Farbe violett hat viele Nuancen und Interpretationsmöglichkeiten, einerseits war Purpur einst die Königsfarbe und in den 70ern die Modefarbe für Mädchen und Frauen, andererseits steht sie für die Frauenbewegung und hat ihren Platz in der Spiritualität der Religionen und der Esoterik. Als reine Farbe hat sie nun die Welt des Mannes erobert. Das violette Hemd oder der schon ins rosa gehende Pullover ist nicht mehr mit einem Tabu belegt. Aus dieser Fülle von Interpretationen und Farbnuancen entwickelten die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Schmuckstücke.
Die Abschlussprüfung des Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät haben folgende Schülerinnen und Schüler bestanden: Julius Brettschneider, Daniel Erasmus (mit dem 3. Preis des Fördervereins), Melanie Jung, Nicole Kersten, Maximilan Klingelhöfer, Mimo Loeckle (mit Belobigung und dem zweimal vergebenen 1. Preis des Fördervereins), Alexa Mangold, Stefanie Mattes (mit Belobigung), Matthias Morcinek (mit dem 1. Preis des Fördervereins), Florian Staib, Mirjam Strunk (mit Schulpreis), Marisa Weinfurter, Paul Weiß und Regina Winker (mit dem 3. Preis des Fördervereins).
Die Abschlussprüfung der Fachschule für Gestaltung haben folgende Schülerinnen und Schüler bestanden: Caroline Bergmiller (mit Schulpreis und dem 3. Preis des Fördervereins),
Teresa Berroth (mit Belobigung), Saskia Betz (mit dem 2. Preis des Fördervereins), Justine Birkner (mit Schulpreis und dem 1. Preis des Fördervereins), Sarah Motzer, Cosima Sailer und Anna Weber.
Informationen über den Ausbildungsgang gibt es bei der Gewerblichen Schule, www​.gs​-gd​.de.
 

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