Individuelle Skulpturen aus Schülerhand werden an der Realschule Leinzell hergestellt
Im nun zu Ende gegangenen Schuljahr haben sich zwölf Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Realschule Leinzell entschlossen, die Leitung einer Firma sowie das Wirtschaftsleben real zu erfahren und gründeten zusammen mit JUNIOR eine Schülerfirma. von Meike Barth
LEINZELL. JUNIOR ist ein Programm des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln und wird in Baden-Württemberg seit zehn Jahren durch Südwestmetall, dem Verband der Metall– und Elektroindustrie unterstützt. Koordiniert wird JUNIOR von der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg. In diesem Schuljahr nehmen in Baden-Württemberg
143 JUNIOR-Unternehmen mit
1940 Schülerinnen und Schüler meist aus der Klassenstufe
12 der Gymnasien teil. Seit dem Start im Jahr
2000 nahmen insgesamt
579 Schülerfirmen mit fast
8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am JUNIOR-Projekt in Baden-Württemberg teil, und die Realschule Leinzell ist seit
2001 ohne Unterbrechung mit dabei.
„
9a-Selection“, wie sich die Leinzeller Schülerfirma nennt, produziert neben Handytaschen auch Skulpturen für den Innen– und Außenbereich nach den individuellen Wünschen der Kunden. Die verwendeten Materialien für Reiher, Katzen, Engel oder Wikinger-Wetterstationen sind je nach Kundenwunsch Stahl, Edelstahl, Kupfer oder Holz. Eine Auswahl der Produkte kann unter www.
9a-Selection.de.tl betrachtet werden.
Unterstützt werden die Jungunternehmer von der Firma PB MeTech in Alfdorf, Prade-Media in Schwäbisch Gmünd und Teilen der Eltern und Großeltern. Hierbei erwerben die Schülerinnen und Schüler Einblicke und Kompetenzen in den Bereichen Planung, Organisation, Kalkulation, Marketing, Buchhaltung und Produktion. In wöchentlichen Sitzungen, unter der Leitung der beiden Vorstandsvorsitzenden Eric Hinderer und Dominik Ströhle, wurden die Ergebnisse der Vorwoche sowie die Aufträge und Vorhaben der nächsten Tage diskutiert und verteilt.
Da nach den Vorgaben von JUNIOR des Institutes der deutschen Wirtschaft in Köln die Schülerfirma wie ein realer Betrieb organisiert sein muss, gab es neben der Firmenleitung auch die Verwaltungsabteilung mit Meike Barth, Daniela Hinderer und David Berger, ein Marketing-Team mit Carina Moll und Raffaela Friesen, eine Finanzabteilung unter Pascal Hollmann und Max Borcherding sowie die Produktion mit Matthias Nagel, Jannik Schulz und Patrick Schulz.
Lehrer Sturm unterstützte die Schülerinnen und Schüler dabei als Pate tatkräftig, wofür ihm die „Firmeninhaber“ und „Mitarbeiter“ sehr dankbar waren. Neben den vielen Erfahrungen, die man bei diesem Projekt gesammelt hat, war es der Schülerfirma eine Freude, dass das Kapital der
90 Anteilseigner vermehrt werden und bei der Auflösungsversammlung am
20. Juli mit einer hohen Rendite zurückgezahlt werden konnte. Manche Geldgeber verzichten allerdings darauf und spenden ihr Einlage beziehungsweise den Gewinn der Schule.
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