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» Ostalbkreis | Freitag, 30. Juli 2010

Urkundenvergabe in Heubach /​Einige freuten sich, dass sie nach ihrem Test-​Vorstellungsgespräch glatt eingestellt worden wären

„Die Stufen zum Erfolg“ heißt ein Projekt der Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg. Mit dieser Initiative sollen Hauptschüler auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet werden. Im Mittelpunkt steht dabei als erster Schritt die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz.

HEUBACH (pm). Dies haben zwölf Wirtschaftsjunioren, alle hoch qualifizierte Führungskräfte aus der heimischen Wirtschaft, mit den Schülern der Klassen 8 in diesem Schuljahr trainiert. Der Abschluss dieses Projekts wurde in einer Feierstunde mit der Übergabe der Urkunden an die Teilnehmer festlich begangen. Es sei nicht selbstverständlich, dass Führungskräfte sich die Zeit nehmen, um Schülern das richtige Bewerben zu lehren und mit ihnen richtige Bewerbungsgespräche zu führen, betonte Rektor Alfred Bader in seiner Begrüßung. Manch Schüler ging wirklich mit zitternden Knien in diese Gespräche. Wichtig war, dass die Schüler in der anschließenden Besprechung dieses simulierten Vorstellungsgesprächs erfahren konnten, was gut und was dringend verbesserungswürdig ist.
Einige Schüler kamen strahlend aus dem Zimmer und berichteten: „Die hätten mich eingestellt!“, andere machten dagegen die Erfahrung, dass sie mit ihren Bewerbungsunterlagen eigentlich nicht einmal einen Termin zum Vorstellungsgespräch bekommen hätten.
Diese Erfahrung in der Schule machen zu können sei sehr wertvoll, biete sie doch die Chance auf Verbesserungen für die echte Situation. Für diese Leistung dankte Bader den Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg, die durch Betriebswirt Thorsten Maier, VRW GmbH Schwäbisch Gmünd, an diesem Abend vertreten wurden. Maier begründete das Engagement der Wirtschaftsjunioren damit, dass die Betriebe dringend gut geeignete Kräfte brauchen, deren Qualifikation den Ansprüchen der heutigen Zeit entspricht. Alle Anstrengungen zur Förderung dieser Qualifikation seien daher eine Investition in die Zukunft. Die Wirtschaftsjunioren kämen aus der Praxis und könnten so die Schüler am besten und wirkungsvollsten beraten und sie seien sich ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung durchaus bewusst. Die „Feuertaufe“ in der Schule bekommen zu haben, sei für die Schülerinnen und Schüler ein wichtiger Schritt zum Erfolg in der Berufsfindung.
In einem amüsanten Sketch, eingeübt von der Klasse 8 b mit ihrem Klassenlehrer Hermann Stegmaier, zeigten die Schülerinnen und Schüler, was man bei einem Bewerbungsgespräch besser unterlässt. Die Akteure ernteten viel Gelächter, als der „Bewerber“ als Motiv für die Betriebswahl meinte, dass ja gleich nebenan die Dönerbude sei und weiterhin meinte, dass die Ausbilderin so attraktiv sei. Im zweiten Sketch zeigten die Mädchen, wie es richtig geht. Es wurde richtig still im Saal als das Vorstellungsgespräch professionell und sicher durchgeführt wurde.
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Schulband unter der Leitung von Jürgen Schubert, die stürmischen Applaus erntete. Bei der Verabschiedung bat Rektor Bader um die Weiterführung des Projekts, was Maier für die Wirtschaftsjunioren auch zusagte.
 

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