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» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 04. Juli 2010

Richtfest und Einweihung der neuen Computertomographieanlage am Forschungsinstitut

Schwäbisch Gmünd mit der Tradition des Gold– und Silberschmiedehandwerks auf dem Weg zur Hauptstadt der Oberflächentechnik. Dieses erfreuliche Bild zeichneten gestern beim Richtfest am Erweiterungsbau für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem) Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus (Wirtschaftsministerium) und Oberbürgermeister Richard Arnold.

SCHWÄBISCH GMÜND. „Gmünd macht nicht nur Mittwoch, sondern auch Spitzenforschung“, verkündete OB Arnold eine erweiterte Werbeparole. Schon während seiner Zeit in Brüssel habe er, Arnold, wiederholt vom guten Ruf des fem gehört und sei immer schon richtig stolz gewesen, dass es in seiner Heimatstadt eine solche Einrichtung gebe. Das fem sei ein „echter Zukunftsmacher“ und präge den „Forschungsstandort Schwäbisch Gmünd“.
„Für über fünf Millionen Euro erhält das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie ein neues Gebäude für den Fachbereich Applikationstechnik. Die Mittel stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes. Diese Gelder sind gut angelegt. Denn sie unterstützen Forschung und Entwicklung in unserem Land. Hierdurch erhöhen wir unsere Zukunftsfähigkeit und gehen so gestärkt aus der Krise hervor. Baden-​Württemberg hat bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung eine Vorreiterstellung inne. 4,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts fließen in Baden-​Württemberg in Forschung und Entwicklung. Damit belegen wir den europäischen Spitzenplatz gemeinsam mit der Region Cambridge“, beschrieb Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold. Günther Leßnerkraus, Ministerialdirigent im Wirtschaftsministerium, unterstrich die Bedeutung des fem für die anwendungsorientierte Forschung in Baden-​Württemberg: „Die besondere Stärke der Forschungslandschaft in Baden-​Württemberg liegt im Transfer von Ergebnissen im Bereich der Grundlagenforschung in die betriebliche Anwendung. Hier leisten die elf Forschungsinstitute der Innovationsallianz, zu denen auch das fem gehört, einen wichtigen Beitrag.“
Das fem wurde vor fast 90 Jahren von dem Land Württemberg, der Stadt Schwäbisch Gmünd und der Industrie gegründet. Das Institut forscht auf den Gebieten Metallkunde und Oberflächentechnik. Das Angebot des fem richtet sich an die Automobil– und Elektronikindustrie, die Informations– und Medizintechnik sowie die Schmuckindustrie. Zu den Aufgaben des fem zählt auch die Analyse von Metallen, Werkstoffen und Trinkwasser. „Vor allem kleinere und mittlere Betriebe profitieren von der Arbeit des Instituts. Daher leistet das fem gerade in Baden-​Württemberg einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Denn der Mittelstand ist das Rückgrat der Wirtschaft unseres Landes. Hier entstehen die meisten Arbeitsplätze,“ so betonte Dr. Scheffold.
fem–Chef Dr. Andreas Zielonka hatte zuvor die vielen Festgäste willkommen geheißen. Er und seine Mitarbeiter hatten doppelten Grund zur Freude. Denn es wurde nicht nur Richtfest gefeiert, sondern gleichzeitig auch die Computertomographieanlage ihrer Bestimmung übergeben. Das weit und breit einmalige Gerät dient nicht nur den fem–Projekten, sondern wird in Gmünd fortan in Kooperation auch für Forschungszwecke des Landesdenkmalamts betrieben.
„Wir bauen Zukunft“, so überschrieb Zielonka das Projekt und den gestrigen Festtag und hielt dankbar Rückschau, wie viele Kräfte gemeinsam am Strang zogen, um das fem weiter zu stärken.
 

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