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» Ostalbkreis | Montag, 05. Juli 2010

Sportgemeinschaft Mutlangen unternahm Zweitagesausfahrt mit dem Mountainbike

Die Mountainbike-​Zweitagesausfahrt der Sportgemeinschaft Mutlangen war seit Monaten geplant und seit Tagen regnete es Bindfäden. Trotzdem wurde der morgendliche Start lediglich um eine Stunde auf zehn Uhr verschoben und alle gemeldeten Teilnehmer kamen zum Start an das neue Mutlanger Forum.

MUTLANGEN (pm). Die Ausstattung reichte von der kurzen Radhose bis zur kompletten Regenradkombi – alle waren gewillt zu fahren! Die schönen, super geplanten Ausfahrten von Mägge und Siggi Brüderle hatten sich herumgesprochen, keiner wollte darauf verzichten. Die Organisatoren hatten aber das Wetter berücksichtigt, 20 Minuten vor dem Start fielen die letzten Regentropfen für beide kommende Tage.
Die Fahrt nach Nördlingen konnte pünktlich starten, die Regenkleidung wurde wenig später in die Rucksäcke verpackt, weil der sportliche Radler trotz der knappen 12 Grad schnell ins Schwitzen kommt. Bis zum Stausee Buch wurden noch einige Quereinsteiger in der Gruppe begrüßt, jetzt war die Ausfahrt mit 33 Radlern komplett.
Die Organisatoren hatten für diese große Radgruppe wieder ausschließlich Feld-​, Wald– und Radwege eingeplant und sogar daran gedacht, möglichst wenig stark befahrene Straßen zu kreuzen. Keine gefährliche Begebenheit, kein Sturz und nicht einmal ein Plattfuß war das Ergebnis. Der Römerturm von Schwabsberg mit den Schautafeln zum Limes war der erste Stopp um das Weltkulturerbe unserer Umgebung zu besichtigen.
Als nächstes Ziel wurde Schloss Baldern angesteuert nach der Querung des Stausee Stockmühle bei Lippach mit seinem Uferbereich sowie den angrenzenden Wiesen und Wäldern ein überregional bedeutendes Rast– und Brutgebiet für zahlreiche gefährdete Vogelarten.
Die ansteigenden, durchnässten Waldwege vermittelten das Gefühl, als ob sich jemand ans Rad angehängt hätte. Wieder Kraft schöpfen konnten die Radler in der ehemaligen Bibliothek von Schloss Baldern, es wurde Kuchen, Kaffee und isotonische Getränke serviert.
Schloss Wallerstein, ebenfalls zum Fürstenhaus Wallerstein gehörend, musste noch erreicht werden. Von dort ging es nur noch bergab im Rieskrater nach Nördlingen.
Der anstrengende Rückweg wurde am nächsten Morgen um neun Uhr angetreten, bei etwas kühler Luft aber strahlendem Sonnenschein. Auf dem Egerradweg zur Steinlesmühle gab es zur Verkostung Roten Most mit Schmalzbrot – das zweite Frühstück.
Der Weg war noch lang, die Strecke führte heraus aus der Riesebene, es ging bergauf zur Kapfenburg. Dort konnte auf den Geburtstag des Mountainbikers Heiner angestoßen werden. Hüttlingen erreichten die Radler kurz vor Beginn des Festumzuges, was den Teilnehmern bei der Durchfahrt durch die vielen Zuschauer eine angemessene Einfahrt zum Straßenfest bescherte.
Nach dem kurzen Halt folgte die Heimfahrt durch das Kocher-​, und Leintal, ganz ohne Regen.
 

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