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» Schwäbisch Gmünd | Dienstag, 06. Juli 2010

7500 Quadratmeter großer Neubau des europaweit engagierten Baumarkt-​Riesen soll schon im Jubiläumsjahr 2012 stehen

Erneut ein kräftiger Impuls für den Wirtschafts– beziehungsweise Einzelhandelsstandort Schwäbisch Gmünd: Der Baumarkt-​Riese OBI plant im Fachmarktzentrum Ost einen Neubau, wird hierfür rund zwölf Millionen Euro investieren und die Zahl seiner Arbeitsplätze in Gmünd voraussichtlich verdoppeln.

SCHWÄBISCH GMÜND (hs). Diese erfreuliche Nachricht bestätigte gestern auf Anfrage Hermann Schoell, Franchisenehmer und damit Manager der OBI-​Baumarkt-​Handelskette vor Ort. Die Entscheidung für das verstärkte Engagement in Schwäbisch Gmünd in Verbindung mit dieser beachtlichen Investition sei im Vorstand des Unternehmens bereits gefallen. Dass auch noch der Aufsichtsrat zustimme, daran habe er, Schoell, keinen Zweifel.
Zukünftiger Standort sei das Fachmarktzentrum Ost, wo, so beschreibt Schoell, ein Teil des benötigten Grundstück von der Stadt und dazu eine große Fläche der ehemaligen Wiesenthalhütte zwischen Benzholz– und Werrenwiesenstraße erworben werden soll. Damit sei auch mit einer weiteren städtebaulichen Aufwertung der Gmünder Oststadt zu rechnen, denn OBI lege Wert auf eine sehr gute Optik, wolle sich mit dem Neubau auch gegenüber den Mitbewerbern einfach besser als seither in den Blickpunkt der Kunden rücken. Mit dem Projekt werde zudem das noch von Baubürgermeister Hans Frieser angestoßene Konzept für eine Weiterentwicklung des Fachmarktzentrums entlang der äußeren Buchstraße und der Benzholzstraße weiterentwickelt.
Friesers Idee war seinerzeit auch wegen des Kostenfaktors für die Straßenumlegungen zunächst in die Kritik geraten, dann jedoch mit Ansiedlung eines Discounters bestätigt worden: Die einstmals in gesamter Länge zu Einbahnstraßen getrennten Straßen mit ihrem breiten Wiesenstreifen unter den dortigen Starkstromleitungen, so das Frieser-​Konzept, sollen Stück für Stück auf nur noch einer Erschließungsachse (Buchstraße) zusammengeführt werden. Die Fläche unter den Stromleitungen und auf der dann unterbrochenen einen Straßenflanke sollen dann als große Parkplätze genutzt werden können, um attraktive Firmenansiedlungen im rückwärtigen Straßenbereich zu ermöglichen. Diese Idee scheint nun Früchte zu tragen. Wie berichtet, gab es schon seit längerer Zeit Sondierungen der Firma OBI, um die Standortsituation in Gmünd zu verbessern. Bei der Bewerbung um das ehemalige ZF-​Areal an der Graf-​von-​Soden hatte die Konkurrenz (Marktkauf, heute Toom) die Nase vorn. In Gmünd entwickelte sich ein Bau– und Gartenmarktsterben, bei der kleinere Flächen (Topbau, Hagebaumarkt usw.) auf der Strecke blieben. OBI behauptet eine beständige Marktposition trotz der mehr als doppelt so großen Verkaufsfläche von Toom schon seit 1992 am Standort zwischen Gmünd und Hussenhofen. Doch auf den Lorbeeren von Beständigkeit und anhaltend gutes Kundenvertrauen, so gibt Hermann Schoell zu verstehen, will sich die Unternehmensleitung nicht ausruhen, sondern auch den Mitbewerbern im Umland zukünftig auch flächenmäßig Paroli bieten. Schoell: „Derzeit steht uns eine Verkaufsfläche von 3500 Quadratmetern zu Verfügung. Wir wollen uns im Fachmarktzentrum Ost bei selbstverständlich gleichbleibender Kundenfreundlichkeit durch den Neubau mehr als verdoppeln, auf etwa 7500 Quadratmeter.“ Rechtzeitig zum Jahr des Stadtjubiläums (850 Jahre Schwäbisch Gmünd), nämlich schon im Frühjahr 2012 soll Einweihung gefeiert werden, so gibt Hermann Schoell als Zielsetzung an.
Was nach dem Umzug mit der Immobilie bei Hussenhofen (Wand an Wand mit der dortigen Großdisco) geschieht, ist noch unklar. Der Gemeinderat hatte den Bebauungsplan vor 20 Jahren auf Betrieb einer Disco und Ansiedlung eines Bau– und Gartenmarkts fixiert festgezurrt.
 

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