Gschwender Seniorenrunde war im französischen Hochgeschwindigkeitszug mit über 300 Stundenkilometern unterwegs
Ein vielleicht „verrückter“ Parisbesuch? Die Idee stand seit einiger Zeit im Raum, mit dem TGV nach Paris zu fahren – an einem Tag hin und zurück.
GSCHWEND
(pm). Und so startete die Gschwender Seniorengruppe dieses Unternehmen nach sorgfältiger Planung.
24 Teilnehmer/innen fuhren frühmorgens nach Stuttgart. Im Hauptbahnhof stand der französische Hochgeschwindigkeitszug mit der flachen Nase schon bereit.
Überwiegend „business like“ gekleidete Fahrgäste mit kleinen schwarzen Trolleys und Laptops drängten in die Abteile und begannen mit ihrem Arbeitstag. Pünktlich um
6.
54 Uhr glitt der „Train à grande vitesse“ (TGV bedeutet auf Deutsch „Zug mit hoher Geschwindigkeit“) nahezu lautlos aus der Bahnhofshalle und nahm Fahrt auf. Auf dem deutschen Streckenteil durfte er seine Geschwindigkeit aber noch nicht demonstrieren. Nach je einem kurzen Halt in Karlsruhe und Straßburg ging es dann aber nonstop nach Westen, zunächst entlang des Marne-Rhein-Kanals. Auf den Wiesen und Feldern der Flusstäler von Mosel, Maas und Marne stand noch viel Wasser von den Niederschlägen der Vortage In der welligen Landschaft der Champagne erstrecken sich die nicht enden wollenden Getreidefelder. Hier entwickelte der TGV seine volle Kraft. Trotz der
320 km/h vibrierten die Wagen kaum.
Wie „im Fluge“ nährten sich die Gschwender Paris, um
10.
34 Uhr hieß es „Aussteigen — Endstation Gare de l?Est!“ Paris empfing die Schwaben mit etwas Wind, aber strahlendem Sonnenschein. Vor dem Haupteingang wartete Fahrer Patrick in seinem Bus. Die Führerin Agaath versprach den Fahrgästen aus dem Schwäbischen Wald, ihnen die schönsten Stellen der schönsten Stadt der Welt zu zeigen und zu erklären. Natürlich kann man in vier Stunden die vielen Sehenswürdigkeiten nicht intensiv besichtigen, aber selbst die oft kurze Vorbeifahrt hinterließ einen nachhaltigen Eindruck.
Denn live die gewaltigen Bauwerke des Louvre oder den Place de la Concorde mit dem Obelisken zu erleben, auf der „Avenue des Champs-Élysées“ bis zum „Arc de Triomphe“ zu fahren, den phantastischen Blick vom „Palais de Chaillot“ auf den Eiffelturm genießen zu können oder die vergoldete Kuppel des Invalidendoms zu erblicken – das alles muss man erlebt haben. Zum Glück für den Geldbeutel konnte der Bus in den teuren Einkaufsvierteln nicht anhalten, den schon der Blick in die Schaufenster birgt die Gefahr, ein Vermögen zu verlieren. Die Führung endete im „Jardin du Luxembourg“. Dieser ehemalige königliche Schlosspark war im Zentrum von vielen Parisern besucht. Rechtzeitig fuhr der Bus im beginnenden Feierabendverkehr zum „Gare de l?Est“ zurück. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in Paris ist ein Kapitel für sich.
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