Die Einsatzstellen der Durlangerin Miriam Veit sind meist Kirchengemeinden, Schulen, Kinderheime und Krankenhäuser
Miriam Veit packt in Brasilien mit an. 19-jährige Durlangerin wird ein Jahr lang an einem sozialen Projekt des Weltkirchlichen Friedensdienstes mitarbeiten. Von Sonja Ruis
DURLANGEN. Miriam Veit aus Durlangen wird demnächst ihren Rucksack für die große Reise packen. Im Süden Brasiliens wird sie dann ein Jahr lang an einem Projekt des Weltkirchlichen Friedensdienstes aktiv mitleben, mitarbeiten und mitbeten. Die
19-jährige Durlangerin, die gerade frisch ihr Abitur in der Tasche hat, will einen etwas anderen Weg in ihrem Leben gehen. Sie will sich im Ausland sozial engagieren.
„Vor ein paar Jahren kam mir der Gedanke, nach dem Abitur ein Jahr im Ausland zu verbringen und einen sozialen Dienst zu leisten, um ein fremdes Land näher zu entdecken, neue Erfahrungen zu sammeln und dabei anderen zu helfen“, erklärt sie voller Bescheidenheit. „Jetzt soll dieser Traum in Erfüllung gehen!“
Der Weltkirchliche Friedensdienst ist in Zusammenarbeit des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Hauptabteilung Weltkirche, der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Initiative PAX Christi entstanden.
Den Freiwilligen wird ermöglicht, ein Jahr lang in einem Entwicklungs– oder Schwellenland mitzuarbeiten. Die Einsatzstellen sind meist Kirchengemeinden, Schulen, Kinderheime und Krankenhäuser. Miriam Veit will mit anpacken. Deshalb hat sie sich beworben und ist nach einem Vorstellungsgespräch ausgewählt worden. „Ab August werde ich in Sao Leopoldo in der Einrichtung „CEPA“ leben und helfen, den Alltag zu gestalten“, erläutert sie. Dort hat sie die Möglichkeit, in zwei Kindertagesstätten, eine Art Waisenhaus und eine Einrichtung mit Freizeitangeboten für Jugendliche mitzuarbeiten.
Brasilien hat die junge Frau noch nie bereist. Aber sie will in diese fremde Kultur eintauchen, den Alltag kennen lernen und Beziehungen aufbauen. Ihre erste Aufgabe dort, wird die Teilnahme an einem intensiven Sprachkurs sein. Vergleichbar mit einem freiwilligen sozialen Jahr geht es ihr darum, „mit offenen Augen und Ohren die Arbeit der Menschen dort zu unterstützen, unentgeltlich behilflich und solidarisch zu sein“. Indem sie in Familien oder im Projekt lebt, wird die Umstellung auf die fremde Mentalität erleichtert, meint Miriam Veit. Rückhalt erfährt sie von Mentoren, die in der Nähe der Einsatzstelle wohnen, und von Vertrauenspersonen, die sie in Deutschland betreuen.
Freunde und die Familie haben, so betont sie, durchweg positiv auf ihren Entschluss reagiert. Alle wollen sie und ihr Sozialprojekt, das sie in Brasilien übernommen hat, auch finanziell unterstützen. Bei ihnen wird sie sich mit Rundbriefen, in denen sie über ihre Arbeit und Erfahrungen berichtet, melden.
„Segen sollst du sein“ unter diesem Leitspruch wird am Samstag,
10. Juli, um
18 Uhr ein Jugendgottesdienst mit Aussendung von Miriam Veit in der St.-Antonius– Kirche in Durlangen stattfinden, den die Jugendkirche-Band aus Schwäbisch Gmünd mitgestaltet.
Noch keine Kommentare vorhanden.