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» Ostalbkreis | Donnerstag, 08. Juli 2010

Westtangente: Der Verkehr aus dem Leintal Richtung Heubach wird künftig nicht mehr durch Mögglingen rollen

Gleich in doppelter Hinsicht ein guter Tag für Mögglingen: Der Zuwendungsbescheid für die Westtangente ist eingetroffen – die Gemeinde darf sich über 2,44 Millionen Euro freuen –, und das Planfeststellungsverfahren für die neue Gemeindeverbindungsstraße nach Heuchlingen wurde eingeleitet.

MÖGGLINGEN (bt). „So gut wie ein Scheck“ war das Schreiben, das Bürgermeister Ottmar Schweizer gestern in Empfang nahm. 2,44 Millionen Euro Zuschuss für die insgesamt rund vier Millionen Euro teure Mögglinger Westtangente – das ist wirklich ein „freudiges Ereignis“, wie Schweizer betonte. Dieser Zuschuss ermögliche erst den Bau der neuen Straße: „Aus eigener Kraft könnten wir das nie schaffen“. Die Westtangente sei wichtige Ergänzung zur schon so lange geforderten B 29-​Ortsumgehung, so der Mögglinger Bürgermeister.
Der Staatssekretär im Finanzministerium, Dr. Stefan Scheffold (MdL), übergab den Bewilligungsbescheid zur Förderung der Westtangente, auf dass nun zügig mit dem Bau dieser Entlastungsstraße begonnen werden könne. Durch dieses Vorhaben werde die Ortsmitte erheblich entlastet. Die geplante Umgehungsstraße soll den zunehmenden Verkehr aus dem Leintal in Richtung Heubach, Gügling, Waldstetten und Göppingen aufnehmen und gleichzeitig als Zubringer zum neuen Anschluss B 29 Mögglingen-​Süd dienen. Dadurch kann ein beachtlicher Teil des Verkehrs aus der Lauter– und Heubacher Straße umgelenkt werden, was nicht zuletzt der Schule, den Alteneinrichtungen und dem Sportzentrum zu Gute kommt. Schweizer erklärte zudem, wenn endlich die Ortsumfahrung gebaut werde, diene die Westtangente auch dem Baustellenverkehr und nehme dadurch viel Schwerlastverkehr aus der Mögglinger Ortsdurchfahrt. Bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides betonte Scheffold, dass mit diesem Zuschuss eine effektive Unterstützung der Gemeinde Mögglingen möglich sei. Insbesondere die Anwohner würden entlastet; durch den jetzigen Verkehr so Scheffold, sei die Gemeinde „unerträglich beeinträchtigt“.
Die Gemeinde hofft noch auf eine Förderung aus dem kommunalen Ausgleichsstock; über diesen Antrag wird im Regierungspräsidium Ende Juli entschieden. Danach könnte der Gemeinderat einen Baubeschluss fassen und die Ausschreibung der Arbeiten nach den Sommerferien veranlassen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass diese Straßenbaumaßnahme auch der Auftakt für die notwendige Flurbereinigung sein wird und ein Startsignal für den Bau der B 29 Ortsumgehung Mögglingen sein könnte.
Bürgermeister Lang:
Freude auch in Heuchlingen
Gestern wurde auch das Planfeststellungsverfahren für die neue Gemeindevebindungsstraße Mögglingen-​Heuchlingen eingeleitet. Die Mittel dafür stehen seit zwei Jahren bereit, nachdem aber Eigentümer ihre Grundstücke nicht zur Verfügung stellen wollten, hat sich das Ganze verzögert. Mittlerweile zeichnet sich eine Einigung ab, und nun soll das Vorhaben schnellstmöglich umgesetzt werden. Das Geld ist abrufbar. Scheffold zuversichtlich: „In absehbarer Zeit gibt’s einen Spatenstich“. Auch der Heuchlinger Bürgermeister Peter Lang freut sich darüber.
 

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