Zumindest das Zustandekommen des Public Viewing auf dem Johannisplatz war ein Sieg
Es war ein friedliches, schönes und doch trauriges Fußballfest. Rund 2000 Fans gaben sich gestern Abend beim Public Viewing auf dem Johannisplatz ein Stelldichein. Ein Trost: Am Samstag geht gewiss nochmals so richtig die Post ab, wenn das Spiel um den dritten Platz übertragen wird.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Erwartungsvoll strömten bereits am frühen Abend zahlreiche Fußballbegeisterte mit Fahnen und Tröten in die Innenstadt, um sich die besten Plätze vor den Fernsehern und vor allem vor der Großbildwand auf dem Johannisplatz zu sichern. Es war ein Wunderwerk, was die Stadtverwaltung und die Barmer GEK vollbracht hatten: In einer Organisations– und Aufbauzeit von nur zwei Tagen bekam Schwäbisch Gmünd doch noch eine WM-Arena wie seinerzeit beim Sommermärchen
2006. Ganz kurzfristig wurde auch die Polizeiverordnung für die Innenstadt in Kraft gesetzt, um vor allem dem Alkoholmissbrauch vorzubeugen. Mit Argusaugen wachten zahlreiche Polizisten und auch ein privater Sicherheitsdienst darüber, dass die Fußballfans keine alkoholischen Getränke von außerhalb in die WM-Arena einschleusten. Auf dem Johannisplatz waren schließlich alle Generationen, viel Prominenz und auch alle in Gmünd vertretenen Kulturen zum Fußballfest versammelt.
Als auf der Großbildwand das deutsche Team ins Stadion einlief und die Nationalhymne angestimmt wurde waren noch alle voller Hoffnung und Begeisterung. Doch der Jubel wich sehr rasch einem nervenaufreibenden Schauspiel. Immer wieder hielten die Zuschauer die Luft an, als das deutsche Tor heftig bedroht wurde. In die Halbzeitpause gingen alle mit einer gewissen Vorahnung. Und dann passierte das Unglück:
1:
0 für die Anderen. Die meisten Fans trugen’s mit Fassung und Vorfreude auf das Spiel um den dritten Platz. Denn man kennt’s ja vom Sommermärchen
2006. In Vorfreude brachen einige Übermütige trotz des verlorenen Spiels zum Autokorso auf.
Die Polizei zeigte sich mit dem Verlauf der Fußball-Feste zufrieden. Bis Redaktionsschluss wurden keine nennenswerte Zwischenfälle bekannt, obwohl etliche sichtlich angetrunkene und frustrierte Fans durch die Stadt zogen.
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