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» Ostalbkreis | Donnerstag, 08. Juli 2010

bfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) legt den Geschäftsbericht 2009 vor /​Landrat Johannes Fuchs: Solide und erfolgreich gewirtschaftet

Der Jahresabschluss 2009 der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Rems-​Murr-​Kreises wurde vom Aufsichtsrat einstimmig bestätigt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

REMS-​MURR-​KREIS (pm). Landrat Johannes Fuchs: „In schwierigem wirtschaftlichen Umfeld hat die AWG auch im Jahr 2009 solide und erfolgreich gewirtschaftet. Die weltweiten Markteinbrüche sind auch bei uns nicht ohne Spuren geblieben, weshalb bei den Wertstofferlösen die Planansätze um rund 650 000 Euro unterschritten wurden.“ Die Gewinn– und Verlustrechnung weist für das Jahr 2009 Umsatzerlöse und sonstige Erträge von 17,4 Millionen Euro aus. Die gebührenrelevante Zuweisungsrate des Rems-​Murr-​Kreises an die AWG fiel gegenüber dem Planansatz um gut 0,9 Millionen Euro höher aus. Hauptgrund dafür war der Preiseinbruch beim Altpapier und Altmetall im ersten Halbjahr. Ferner stieg der Aufwand für die Müllabfuhr, vor allem durch Entgelterhöhungen wegen gestiegener Kraftstoffpreise. Die von der AWG selbst erwirtschafteten Erlöse und Erträge, insbesondere aus den Geschäftsbereichen Erdaushub und Bauschutt, Wertstofferlöse und Deponiegas beliefen sich auf fünf Mio. EUR oder 28,8 Prozent der gesamten Umsatzerlöse. Dieses Ergebnis liegt geringfügig unter dem Vorjahreswert.
Die Verbindlichkeiten der AWG gingen um rund 267 000 EUR zurück.
Im Geschäftsjahr 2009 verblieb die Gesamtmüllmenge ohne Erdaushub mit 65 202 Tonnen praktisch genau auf Vorjahresniveau. Beim Wertstoffaufkommen war dagegen ein Zuwachs von nahezu vier Prozent zu verzeichnen. Mengenmäßig größte Fraktion sind dabei die Bioabfälle mit rund 34 500 Tonnen, was um knapp zwei Prozent über dem Vorjahresergebnis liegt. Auch das Altpapieraufkommen von nahezu 32 200 Tonnen erhöhte sich um 2,3 Prozent. Beim Sperrmüll konnte der getrennt erfasste und verwertete Altholzanteil nochmals gesteigert werden und macht jetzt mit 6 405 Tonnen rund 51 Prozent der gesamten Sperrmüllsammelmenge aus.
Arbeitsschwerpunkt der Geschäftsführung im vergangenen Jahr war der weitere Ausbau der Altpapiersammlung mit Blauen Tonnen. Immer mehr Bürger und Gewerbetreibende nutzen dieses freiwillige Angebot, so dass zum Jahresende rund 62 000 Blaue Tonnen und 2700 Blaue Container zur Erfassung des Altpapiers im Einsatz waren. Trotz des Preiseinbruchs am Altpapiermarkt konnte die AWG hier noch einen Überschuss von rund 197 000 Euro erwirtschaften.
Hoffnungsvoll stimmte die zum Jahresende einsetzende Preiserholung, die sich im Frühjahr weiter fortsetzte. „Bei den Wertstofferlösen sind wir mittlerweile globalen Marktkräften ausgesetzt“, verdeutlichte AWG-​Geschäftsführer Gerald Balthasar die möglichen Risiken. „Aufgrund der günstigen Preiskonditionen, die wir vertraglich abgesichert haben, schreiben wir dennoch schwarze Zahlen.“
Im Sommer begannen die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Oberflächenabdichtung auf der Deponie Kaisersbach mit geschätzten Baukosten von zwei Millionen Euro. Voraussichtlich im Herbst wird dann die Oberflächenabdichtung auf der gesamten Deponiefläche von etwa 5,6 Hektar fertiggestellt sein.
Die Planungen für den Umbau der Bioabfall-​Kompostanlage Backnang in eine umweltschonende Vergärungsanlage wurden intensiv weitergeführt und Ende 2009 der Genehmigungsantrag beim Regierungspräsidium eingereicht. In seinem Ausblick stellte Geschäftsführer Balthasar die weiteren Verfahrensschritte zum Neubau der Bioabfall-​Vergärungsanlage in Neuschöntal heraus. Nach erfolgter Genehmigung konnte mit den Bauarbeiten im Mai begonnen werden, womit das Vorhaben gut im Zeitplan liegt. „Diese lokale Maßnahme zur Nutzung des regenerativen Energieträgers Biogas wird nach Fertigstellung einen wesentlichen Beitrag leisten zu den Klimaschutzzielen des Landkreises“, so Landrat Fuchs.
 

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