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» Schwäbisch Gmünd | Freitag, 09. Juli 2010

Junge Jiu-​Jitsu-​Kämpfer verbrachten vier erlebnisreiche Tage auf dem Wagnershof bei Ellwangen

Das traditionelle Jiu –Camp unter der Leitung des Dojo Yawaras fand dieses Jahr auf dem Wagnershof bei Ellwangen statt. Diesmal unter dem Motto „Shaolin“.

SCHWÄBISCH GMÜND (pm). Das Betreuerteam um Lagerleiter Helmut Schauaus hatte sich dort bereits am Mittwochabend eingefunden um letzte Vorbereitungen zu treffen. Die Kinder und Jugendlichen trafen dann am Donnerstagmorgen ein und es begann alles andere als „heiter“. Der Wettergott lachte dicke Tränen, anhaltend und viel. Man sah sich also gezwungen, den ersten Lagertag im überdachten Teil des Geländes mit Spielen und Workshops zu verbringen. Die Kinder durften sich entscheiden zwischen T-​Shirts bedrucken, Pfeil– und Bogen schnitzen, Tonen, Origami, Erste-​Hilfe-​Ausbildung oder Survivaltricks.
Die erste Prüfung bestand also am Ankunftstag darin, den Launen des Wetters zu trotzen und sich nicht entmutigen zu lassen. Doch irgendwann an diesem Tag sollten schließlich noch die Zelte und das Banner aufgestellt werden. Es regnete und regnete. Gegen 17.30 Uhr schließlich wurde mit dem Aufstellen der Zelte begonnen und siehe da, der Regen hörte tatsächlich auf.
Den 43 Kindern und Jugendlichen aus den vier teilnehmenden Dojos Süßen, Leinzell, Gschwend und Schwäbisch Gmünd wurde es nicht leicht gemacht: Während der vier Zeltlagertage mussten zahlreiche Aufgaben in den legendären Kammern der chinesischen Shaolin– Mönche absolviert werden. Am Freitag mussten die jungen Jiuka bei hochsommerlichen Temperaturen den „Pfad der Erleuchtung“ im Dalkingerwald beschreiten. Dieser Pfad bestand aus einem zirka sechs Kilometer langen Stationenlauf, auf dem es in elf Kammern der Shaolin verschiedene Prüfungen zu bestehen galt. Nach diesen Anstrengungen war am Lagerfeuer lange noch nicht Nachtruhe, denn zwei unabhängige Überfallgruppen versuchten zu nächtlicher Stunde, die begehrte Zeltlagerfahne zu erbeuten, was jedoch mit Erfolg abgewehrt werden konnte. Obwohl nach dem ersten Überfall einer 13-​köpfigen, starken Truppe das Banner fast schon in Feindeshand schien.
Jeden Morgen um 8 Uhr ertönte die Lagerglocke und es hieß Aufstehen, dann in den Waschraum und fertig machen fürs Training. Erst nach dem einstündigen Training im Freien gab es das verdiente Frühstück.
Den Hauptprogrammpunkt des Samstags bildete die Lagerolympiade. Auch hier hatten sich die Betreuer bereits im Vorfeld einiges einfallen lassen, wobei Geschicklichkeit, Kreativität und Teamgeist gefordert waren. Ein echtes Glanzlicht bildete der nächtliche Geisterpfad durch die dunklen, geheimen Kammern der Shaolin – natürlich nur für die ganz Mutigen.
Eine völlig andere Prüfung galt es in der „Kulinarischen Kammer „ zu bestehen: auf zwei Herdplatten mussten die Küchenmeister die 43 hungrigen Zeltlager-​Teilnehmer und 18 Betreuerinnen und Betreuer täglich satt bekommen. Die stets leeren Töpfe nach dem Essen sprachen für sich.
Nach vier Tagen Sport, Spannung, Spaß und Spiel durften entspannte Eltern ihre Kinder wieder von erschöpften Betreuern entgegennehmen. Doch eins steht fest: Nächstes Jahr sind alle wieder dabei.
 

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