„Jung und Alt“ gemeinsam beim ersten richtigen offenen Singen auf dem Johannisplatz /Dank an die Stadt-Jugendkapelle
Nicht ein Stuhl blieb unbesetzt, als gestern zum offenen Singen auf den Johannisplatz eingeladen wurde. Jung und Alt sangen gemeinsam – und strahlten mit der sich unverhofft zeigenden Sonne um die Wette.
SCHWÄBISCH GMÜND
(bt). Ralph Häcker, Leiter des Kulturbüros, kann nicht nur Kirchenkonzerte organisieren: Er singt auch gut und – für alle sichtbar – gerne. Das zeigte er gestern, als er gemeinsam mit der Gmünder Stadt-Jugendkapelle unter der Leitung von Norbert Bausback das gemeinsame Singen begleitete. Außerdem moderierte er gestern dieses erste Sängertreffen auf dem Johannisplatz, dem hoffentlich viele folgen werden. Gut, es gab bereits einen Versuch, vor
14 Tagen auf dem Münsterplatz. Aber da standen alle, und weil’s gar so heiß war, musste das Ganze abgebrochen werden. Dank der Bestuhlung des Open-Air-Kinos aber und an einem traumhaft schönen Sommerabend hat diese Veranstaltung das Zeug zur neuen Gmünder Tradition. Wie ja bereits das Volksliedersingen der RZ auf dem Ziegerhof gezeigt hat: Es macht so viel Freude, miteinander zu singen.
„Jung und Alt“ ist das Motto der Kirchenmusik in diesem Jahr, das auf das offene Singen übertragen wurde. Vor der
800 Jahre alten Johanniskirche ließ sich Ralph Häcker übers – relative – Alter aus. Schirmherr OB Richard Arnold sang übrigens ebenfalls aus voller Brust, vermutlich nicht zuletzt motiviert von einem Kindergartensteppke, der ihm bescheinigt hatte, „jung“ zu sein. Bei den Liedern freilich zeigten sich die Altersunterschiede. Wer „Kein schöner Land in dieser Zeit“ liebt, immer mal wieder „Hab oft im Kreise der Lieben“ anstimmt oder „Wenn alle Brünnlein fließen“ und „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ schätzt, kann nicht unbedingt etwas mit dem Kindermutmachlied anfangen. Aber zu sehen, wie sich die Kinder des Kindergartens Sonnenschein an diesem Titel freuten – die von all ihren Erzieherinnen begleitet wurden –, fühlte sich beschenkt.
Es war ein besonderes Treffen: Die Schüler der Rauchbeinschule, die mit Schulleiter Klaus Dengler gekommen waren, und die Zöglinge der Rechberger Scherr-Grundschule unter der Leitung von Karin Hölldampf sangen Seite an Seite mit dem Chor der Südstadt und mit dem Singkreis der Münstergemeinde – das schreit geradezu nach „mehr“.
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