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» Schwäbisch Gmünd | Sonntag, 01. August 2010

Gestern haben die eigentlichen Abrissarbeiten begonnen /​Vorfreude: Der Neubau lässt offenbar keine Wünsche offen

Schon irgendwie schade: Das Silcherheim war so lange Teil des Bettringer Ortsbildes. Aber dass dieses Haus nicht zu halten war, wurde gestern, unmittelbar vor dem eigentlichen Abriss, von allen Beteiligten betont. Und der Neubau lässt wohl keine Wünsche offen.

GMÜND-​BETTRINGEN (bt). In der vergangenen Woche wurden die Versorgungsleitungen gekappt; auch ausgeräumt und entkernt ist das alte Bettringer Schulhaus: Jetzt wird der Bagger eingesetzt. In den nächsten Wochen wird auch die letzte Spur des traditionsreichen Gebäudes beseitigt; dann wird die Firma Bau-​Wolf den Rohbau des im Oktober beschlossenen und dringend benötigten neuen Feuerwehrhauses erstellen. Gisela Bader, die Leiterin des Hochbauamtes, rechnet mit neun bis zehn Monaten Bauzeit; im Frühsommer wird die Einweihung gefeiert. Insgesamt soll das Projekt 1,4 Millionen Euro kosten; knapp die Hälfte wird aus Zuschüssen der Fachförderung Feuerwehrwesen und des Ausgleichsstocks bestritten. Die Geschichte dieses Hauses, das so vielen Nutzern diente, wurde von der RZ in diesen Tagen vorgestellt — weil so viel Tradition nicht einfach aufgegeben wird, werden die Sandsteinornamente sowie die Sockelsteine nummeriert, abgebaut und in andere Bauvorhaben integriert - angedacht ist der Platz an der neu gestalteten Ortsmitte; aber auch ein Torbogen am Neubau des Feuerwehrhauses wäre denkbar. Ebenso erhalten werden sollen die Türen sowie die hölzernen Treppengeländer. Und weil die Garagen ebenfalls noch gut in Schuss sind, werden auch sie abgebaut und abtransportiert: Die Eichenrainschule und die Grundschule Großdeinbach freuen sich auf zusätzliche Lagerräume.
Wie berichtet verhinderte die marode Bausubstanz des Silcherheims eine Sanierung; zudem hätte das Gebäude komplett umgestaltet werden müssen, um der Feuerwehr im größten Ortsteil auch in Zukunft dienen zu können. Ortsvorsteherin Brigitte Weiß und Feuerwehrkommandant Eduard Wamsler freuen sich jetzt auf den Neubau, der Gisela Bader zufolge ein Schmuckstück wird — an dieser Stelle und für diesen Zweck wolle die Stadt „keinen Nullachtfünfzehn-​Bau“.
 

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