Im Folgenden der Aufruf des Oberbürgermeisters:
„Liebe Gmünderinnen, liebe Gmünder, liebe Freunde unserer schönen Stadt; der Brand im Maria-Kahle-Gebäude in der vergangenen Woche hat die Leitung der Klösterleschule, die Lehrer, die Schüler und die Eltern hart getroffen. Es entstand Millionenschaden; bis die Schäden beseitigt sind, wird sicherlich weit über ein Jahr vergehen. Freilich, wir hatten noch Glück im Unglück: Da wir jetzt am Anfang der Sommerferien stehen, bleibt etwas Zeit, um den geregelten Start in den Schulbetrieb im September zu organisieren. Hand in Hand arbeiten hier im Moment unser Hochbau-, Schul– und Baubetriebsamt, die Schulleitung, die Firmen, viele Beteiligten und nicht zuletzt die Experten der Versicherung vorbildlich zusammen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten.
Die notwendigen Klassenzimmer, das Schulmobiliar, die grundlegenden Bücher, die Technik werden deshalb zum Schuljahresbeginn zur Verfügung stehen. Was eine Versicherung allerdings nicht übernehmen kann, sind die vielen großen und kleinen „Schulschätze“, die mit viel Herzblut und Seele im Laufe der Jahre zusammengetragen wurden – Dinge, die das besondere Profil und den ganz eigenen Charakter einer Schule prägen. Ein präparierter Fuchs für den Naturkundeunterricht, die liebevoll gestalteten Anschauungsmaterialien für den Kunstunterricht, Bastelmaterialien, Computerausstattungen, die Bücher und Bilder, die über die eigentlichen Unterrichtsanforderungen hinaus von den Lehrerinnen und Lehrern und der Elternschaft über viele Jahre hinweg zusammengetragen und gesammelt wurden: All dies wurde ebenfalls ein Raub der Flammen.
Sicher, der persönliche Einsatz und die vielen Monate an Arbeit und Fleiß sind dabei durch Geld alleine nicht zu ersetzen. Aber eine Schule – eine Grundschule vorneweg – lebt eben auch vor allem durch diese zusätzlichen Unterlagen und Materialien, die über den strengen Lehrplanansatz hinaus unseren Kindern unsere Welt, unsere Gesellschaft und unsere Heimat auch plastisch nahebringen.
Deshalb freue ich mich auch ganz außerordentlich, dass die Rems-Zeitung, die Eltern, und besorgte Bürgerinnen und Bürger sich spontan und ganz unkompliziert bereiterklärt haben, in der Aktion „ein Herz fürs Klösterle“ Geld für diese kleinen und großen „Schulschätze“ zu sammeln. Machen Sie mit. Helfen Sie mit. Es ist nicht nur ein Signal der Solidarität, sondern auch eine gute Investition in die Zukunft unserer Stadt.“
Ihr Richard Arnold,
Oberbürgermeister
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