Halbjahresabschluss bei den Petticoat Standard– und Latein-Tänzern auf dem Franz-Keller-Haus
Dieser Tage trafen sich die Jugendlichen der Petticoat-Dance&Friends zu einer Freizeit auf dem Franz-Keller-Haus, die es in sich hatte — die die Gemeinschaft stärkte und das Jungvolk noch stärker an die Formation band.
SCHWÄBISCH GMÜND
(pm). Zuerst traf man sich in Weilerstoffel, um von dort aus die Herberge zu erwandern. Doch Petrus schickte einen kräftigen Regenschauer, den man zunächst im Auto sitzend vorüber ziehen ließ. Anschließend zog die Gruppe gut gelaunt los. Über den Hornberg schlängelte sich der Pfad, nach eineinhalb Stunden anstrengendem Fußmarsch hatte man das Wanderheim erreicht. Hier stärkte man sich mit Kuchen und Kalte-Feld-Tee, anschließend bezog man die Zimmer.
Zu lustigen Wettspielen luden die Trainer und Betreuer der Gruppe, Dieter und Sabine Schneider, ein. Geschicklichkeit, Kreativität und Schnelligkeit waren gefragte Eigenschaften, die die jungen Tänzerinnen und Tänzer an den Tag legen mussten, um die gestellten Aufgaben zu lösen. So viel Aktivität macht ganz schön hungrig, und so traf man sich anschließend am Lagerfeuer, um zu Grillen.
Ausgerechnet die jüngsten Teilnehmer wollten Gruselgeschichten erzählt bekommen, bevor man zur Nachtwanderung loszog. Die findigen Jungs übernahmen gerne die Aufgabe, den Rest der Gruppe zu erschrecken. So tauchte aus dem Nichts plötzlich eine weiße Hand auf, was zu aufgeregtem Kreischen führte. Sie entpuppte sich allerdings als ausgestopfter Gummihandschuh. Nach einer Stunde nächtlicher Wanderung fiel man müde in die bequemen Betten. Am nächsten Morgen zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite, und lange bevor die ersten Wanderer eintrafen, hatte die Gruppe schon gut gefrühstückt. Der Vormittag verging viel zu schnell mit lustigen Spielen, schon musste man sich zum Abmarsch bereithalten. Über einen steilen Wanderpfad ging es über den Tannhof zurück nach Weilerstoffel, wo die Eltern auf ihre Kinder bereits warteten.
Die Erwachsenen hingegen trafen sich zum traditionellen Sommertanz auf dem Reichenhof bei Lorch. Nachdem der Tag über verregnet war, freute sich die Gruppe, dass es zum Nachmittag trocken blieb. So konnte man das gemütliche Ambiente in Günthers Vesperstüble im Freien genießen. Den Tanzabend eröffneten zunächst Kennenlernspiele, anschließend Begrüßungstänze aus Russland, die Tänzerinnen und Tänzer machten einander die Aufwartung, wie es einst am Zarenhof üblich war.
Verantwortlich für die Auswahl der Tänze war Sabine Schneider, die sich zur Aufgabe gemacht hatte, einen bunten Querschnitt durch die verschiedenen Tanzarten der Länder zusammenzustellen. Im Anschluss erheiterten Mixer im amerikanischen Countrystil die Gruppe.
Original englische Tänze forderten noch einmal ganze Konzentration, besonders der Circle Waltz, der zwar schön, aber auch anspruchsvoll war. Einen besinnlichen Ausklang fanden die Tänze mit israelischen und meditativen Tänzen.
Gut gelaunt saß man noch bis in die späte Nacht beisammen.
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