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Montag, 16. August 2010
Fußball, WFV-Pokal, 3. Runde: Drittligist FC Heidenheim gewinnt standesgemäß mit 8:1 (6:1) gegen den FC Bargau
Pro Liga zwei Tore — das ist die Faustregel bei Pokalspielen. Beim Duell des Landesligisten FC Bargau gegen den Drittligisten 1. FC Heidenheim 1846 ging die Pi-mal-Daumen-Rechnung ziemlich genau auf: Mit 8:1 gewann der FC Heidenheim vor 1100 Zuschauern beim Landesligisten. Den Ehrentreffer erzielte Stefan Kübler zum 1:4. Bereits nach elf Minuten hatte der FCH 2:0 geführt, zur Pause stand es 6:1. Von Jörg Hinderberger
Es war kein Freundschafts, wenngleich man manchmal den Eindruck gewinnen konnte. Denn die Partie war
90 Minuten lang, fast ohne Fouls, so dass der Schiri ein leichtes Amt hatte. Apropos Freundschaftsspiel: Die Bargauer hatten mit dem
FC Heidenheim ein Freundschaftsspiel in den kommenden Wochen vereinbart. Das ist jetzt natürlich hinfällig, aber nur aufgeschoben. Die Bargauer wollen sich um einen Termin im kommenden Jahr im Rahmen der Bargauer Sportwoche bemühen. Auch da wäre die Partie nochmals ein Highlight.
Über
1000 zahlende Zuschauer strömten am Samstagnachmittag auf den
FC–Sportplatz, um den
FC Bargau in der dritten Runde des Verbandspokalwettbewerbs gegen den Drittligisten,
1.
FC Heidenheim, zu unterstützen. Wobei sicher einige Hundert auch aus Heidenheim dabei waren.
Bei traumhaften äußeren Bedingungen und einer grandiosen Kulisse hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Lakner-Schützlinge an diesem Nachmittag den in Bestbesetzung angetretenen Vollprofis von der Brenz sportlich nichts entgegenzusetzen. „Wir haben ein anderes Gesicht als in Donzdorf gezeigt“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt nach der Partie. Die beiden beweglichen Heidenheimer Torjäger, Patrick Mayer und Andreas Spann, hatten ihre Farben in der achten und elften Minute bereits früh in Front geschossen. Mayer legte in der
22. Minute das
3:
0 nach und Schnatterer erhöhte nach etwas mehr als einer halben Stunde auf
4:
0.
In der
34. Minute durften dann endlich auch die Anhänger der Schwarz-Weißen jubeln. Stefan Kübler hatte sich auf der rechten Seite mit einem frechen Dribbling durchgesetzt und Stefan Bundschuh freigespielt. Die Bargauer Nummer zehn hämmerte das Leder an die Querlatte des Heidenheimer Kastens, von wo der Ball dann erneut dem vorbildlich nachgerückten Stefan Kübler vor die Füße fiel, der eiskalt zum
1:
4-Anschlusstreffer einschoss. Allerdings stellte Faruk Gül weitere zwei Zeigerumdrehungen später den Vier-Tore-Abstand wieder her und der blendend aufgelegte Patrick Mayer machte für den FCH mit dem Halbzeitpfiff gar das halbe Dutzend voll.
Im zweiten Durchgang und im Gefühl eines sicheren Sieges ließen die Profis von der Alb die Zügel deutlich lockerer. Florian Krebs (
55.) und Richard Weil (
65.) schraubten das Ergebnis nach dem Gang in die Kabinen zwar auf
8:
1, doch eine zweistellige Niederlage ersparte man den Gastgebern, in dem die Heidenheimer in der letzten halben Stunde nicht mehr so entschlossen und torhungrig agierten und den einen oder anderen Spieler austauschten. Letztlich lieferte die Partie dem
FC Bargau zwei Erkenntnisse: Erstens gibt es Pokalsensationen nur äußerst selten, und zweitens gibt es Niederlagen, nach denen man sich trotzdem freuen kann. Der
1.
FC Heidenheim hat eine Woche vor dem nächsten Punktspiel gegen den SV Sandhausen erneut gezeigt, dass die Offensivabteilung richtig gut drauf ist. „Unser Blick richtet sich jetzt auf das nächste Heimspiel gegen Sandhausen. Wir wollen vor heimischem Publikum erneut drei Punkte einfahren“, erklärte Frank Schmidt.
Sein Gegenüber Markus Lakner, der vor kurzem die A-Lizenz in Köln erworben hat (Frank Schmidt macht derzeit in Köln den Fußballlehrer), konnte mit dem Engagement seiner Mannschaft auch zufrieden sein. „Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Doch die Heidenheimer haben uns immer wieder gezeigt, warum sie in der Dritten Liga spielen und wir in der Landesliga“, sagte Markus Lakner.
Am kommenden Samstag gastiert gleich zum Landesliga-Auftakt mit dem
FC Eislingen ein klangvoller Name unterm Scheuelberg. Obwohl der
FC Heidenheim sicher kein Maßstab für die Landesliga war, weiß Lakner, wo er den Hebel noch ansetzen muss.
FC Bargau: Krieg — Sorg, Morbitzer, Fröhlich (
86. Min. Weiner), S. Klotzbücher, Schübel (
46. Min. Kugler), Kübler, Voitk, Weber, Bundschuh (
64. Min. Hübl), Zoidl (
74. Min. Betz).
1.
FC Heidenheim: Baum — Feistle, Schnatterer, Gül, Spann (
60. Min. Jarosch), Mayer (
60. Min. Kulabas), Burr, Krebs (
70. Min. Sturm), Weil, Bagceci, Glockner (
75. Min. Scioscia)
Tore:
0:
1 Mayer (
8.)
0:
2 Spann (
11.)
0:
3 Mayer (
24.)
0:
4 Schnatterer (
32.)
1:
4 Kübler (
34.)
1:
5 Gül (
36.)
1:
6 Mayer (
45.)
1:
7 Krebs (
55.)
1:
8 Weil (
65.
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