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Montag, 16. August 2010
Jugendfußball: Internationales C-Juniorenturnier in Frickenhofen /Eintracht Frankfurt gewinnt
Beim Steelcase-Cup, dem internationalen C-Juniorenturnier des SV Frickenhofen, bekamen die Zuschauer wieder anspruchsvollen Juniorenfußball zu sehen. Am Ende siegte Eintracht Frankfurt im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern München, nachdem es nach der regulären Spielzeit 1:1-unentschieden gestanden hatte. Von Reinhold Haring
JUGENDFUSSBALL. Bereits nach den Gruppenspielen am Samstag hatte sich die Zahl der Anwärter auf den Turniersieg fast halbiert, allerdings stand bis zu diesem Zeitpunkt nur der
FC Bayern als Halbfinalist fest, fünf weitere Mannschaften konnten sich Hoffnungen auf das Weiterkommen machen. Was noch auffiel: es gab relativ viele Unentschieden oder knappe Ergebnisse, ein Indiz dafür, wie ausgeglichen das Feld war — und das auf einem ziemlich hohen Niveau.
Ein riesiges Kompliment ging wieder an die Organisatoren des Turniers, allen voran Jugendleiter Peter Grau. Er konnte mit dem Verlauf der Veranstaltung mehr als zufrieden sein,
Frickenhofen hat seinen Ruf als eines der besten Turniere C-Junioren Deutschlands nicht nur gefestigt, sondern weiter ausgebaut.
In der Gruppe
1 wurde sehr schnell klar, welche Mannschaften eine Chance auf das Weiterkommen hatten: Titelverteidiger Borussia Mönchengladbach, der
FC Bayern München und etwas überraschend die
SpVgg Unterhaching. Alle drei Teams blieben während der Gruppenspiele unbesiegt. Der
FC Bayern sicherte sich als erstes Team die Halbfinalteilnahme. Wer den
FC Bayern begleiten sollte — dies wurde in einem echten „Endspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und der
SpVgg Unterhaching entschieden. Mit einem Sieg hätten es die Fohlen geschafft, ein Unentschieden reichte den Hachinger. Der Westmeister führte lange mit
1:
0, ehe ein verwandelter Foulelfmeter alle Träume auf eine erfolgreiche Titelverteidigung platzen ließ.
Bitter für die Gladbacher: ungeschlagen mit einem Torverhältnis von
8:
1 auszuscheiden, ist mehr als unglücklich. Da bei Punktgleichheit nicht mehr das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich entscheidet, musste der Gruppensieger in einem Elfmeterschießen ermittelt werden. Hier setzte sich die
SpVgg Unterhaching mit
4:
1 gegen den
FC Bayern durch
Für Bröndby IF, das zweimal knapp mit
0:
1 verlor, und Gastgeber Frickenhofen/Sulzbach-Laufen, das leider ohne Torerfolg blieb, gab es nur die Gruppenplätze vier und fünf.
In der Gruppe zwei entwickelte sich um das Weiterkommen ebenfalls ein Dreikampf. Austria-Meister Red Bull Salzburg, Eintracht Frankfurt und die
TSG 1899 Hoffenheim hießen die Konkurrenten. Der
1.
FC Nürnberg und der Karlsruher SC waren schon relativ früh aus dem Rennen. Auch hier gab es im letzten Gruppenspiel ein echtes Endspiel zwischen der
TSG aus Hoffenheim und Red Bull Salzburg. Und hier herrschte Dramatik pur. Die
TSG führte bis zur Schlussminute mit
1:
0 und war damit im Halbfinale. Dann ein Elfmeter für die Österreicher. Ein Treffer und Salzburg wäre weiter, Hoffenheim ausgeschieden. Und dann die Großtat des
TSG–Keepers. Unmittelbar danach der Schlusspfiff. Hoffenheim war weiter, ebenso Eintracht Frankfurt mit nur einem erzielten Treffer, Salzburg ausgeschieden.
Wie ausgeglichen das Feld war, zeigte sich anschließend in den Halbfinalspielen. Der
FC Bayern benötigte gegen Hoffenheim ein Elfmeterschießen, um sich für das Finale zu qualifizieren, Eintracht Frankfurt konnte sich knapp mit
2:
1 gegen Unterhaching.
Auch das Endspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem
FC Bayern war völlig offen. In einer von Taktik geprägten Partie konnten die Münchner durch einen sicher verwandelten Elfmeter in Führung gegen. Nach dem Rückstand wurden die Hessen offensiver und schafften durch einen abgefälschten Schuss, der nicht unhaltbar schien, den Ausgleich.
Beim Elfmeterschießen verwandelte der Hessenmeister dann alle Strafstöße, während der
FC Bayern München einmal scheiterte. So schaffte Eintracht Frankfurt beim vierten Anlauf den ersten Sieg in Frickenhofen.
Alle Ergebnisse, Gruppe
1: Bor.M.gladbach — Bröndby IF
0:
0;
FC Bayern München —
SpVgg Unterhaching
0:
0; JSG Frickenh./Sulzb. — Bor.M.gladbach
0:
7; Bröndby IF —
FC Bayern München
0:
1;
SpVgg Unterhaching — JSG Frickenh./Sulzb.
9:
0; Bor.M.gladbach —
FC Bayern München
0:
0; Bröndby IF —
SpVgg Unterhaching
0:
1;
FC Bayern München — JSG Frickenh./Sulzb.
9:
0; Bor. M. Gladbach —
SpVgg Unterhaching
1:
1; Bröndby IF — JSG Frickenh./Sulzb.
9:
0;
Endstand:
1.
FC Bayern München
10:
0 8 2.
SpVgg Unterhaching
11:
1 8 3. Bor. M.Gladbach
8:
1 6 4. Bröndby IF
9:
2 4 5. Frickenhofen/Sulzb.
0:
34 0 Gruppe
2:
1.FC Nürnberg — Eintracht Frankfurt
0:
0; Red Bull Salzburg — Karlsruher SC
2:
1;
TSG 1899 Hoffenheim —
1.
FC Nürnberg
2:
0; Eintracht Frankfurt — Red Bull Salzburg
1:
0; Karlsruher SC —
TSG 1899 Hoffenheim
1:
1;
1.FC Nürnberg — Red Bull Salzburg
2:
4; Eintracht Frankfurt — Karlsruher SC
0:
0; Eintracht Frankfurt —
TSG 1899 Hoffenheim
0:
0;
1.
FC Nürnberg — Karlsruher SC
1:
1; Red Bull Salzburg —
TSG 1899 Hoffenheim
0:
1 Endstand:
1.
TSG 1899 Hoffenheim
4:
1 7 2. Eintracht Frankfurt
1:
0 6 3. Red Bull Salzburg
6:
5 6 4. Karlsruher SC
2:
3 3 5.
1.
FC Nürnberg
3:
7 2 Halbfinale:
FC Bayern München —
TSG 1899 Hoffenheim
4:
3 n.Elfm.;
SpVgg Unterhaching — Eintracht Frankfurt
1:
2.
Spiel um Platz
3:
TSG 1899 Hoffenheim —
SpVgg Unterhaching
4:
1 n.Elfm.
Endspiel: Eintracht Frankfurt —
FC Bayern München
6:
5 n.Elfm.
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