Böbinger AH-Fußballer mussten für ihre diesjährige Bergtour wetterbedingt umdisponieren und waren voll begeistert
Eine Wandergruppe von überwiegend nicht mehr aktiven AH-Fußballern des TSV Böbingen führte ihre mittlerweile traditionelle Wanderung in den Bergen durch. Wetterbedingt wurde kurzfristig das Ziel geändert.
BÖBINGEN
(pm). Die Gruppe wollte eigentlich in drei Tagen rund um den Königsee wandern. Aufgrund der Wettervorhersage für dieses Gebiet wurden am Abend vor der Abfahrt die Pläne völlig über den Haufen geworfen. Statt dessen ging es in die Zentralschweiz, genauer gesagt in das Grenzgebiet der Kantone Graubünden und Tessin. Dort wurde das Wetter deutlich besser vorhergesagt – und so war es dann auch!
Alpinistischer Höhepunkt der dreitägigen Tour war die Überquerung des Lavaz-Gletschers sowie die Überschreitung der „Fuorcla Sura da Lavaz“,
2703 Meter hoch gelegen. Gleichzeitig bildet dieser hochalpine Übergang die Grenze zwischen dem westlichsten Zipfels von Graubünden und dem nördlichsten Teil des Tessin.
Ausgangspunkt der Tour war der kleine Ort Curaglia, gut
1300 Meter hoch und ein paar Kilometer südlich von Disentis gelegen — bereits auf dem Anstieg zum Lukmanierpass. Unter der kundigen Führung von Wolfgang „Festus“ Kolb ging es in knapp vier Stunden hinauf zur Medelser Hütte (
2524 Meter).
Bei bester Verpflegung und guter Laune war man voller Erwartungen für die folgenden beiden Tage. Am nächsten Morgen ging’s dann zunächst rund
300 Höhenmeter hinunter in die letzten Ausläufer des Val Sumvitg, um von dort die oben Überquerung des Gletschers sowie die anschließende Überschreitung der Fuorcla Sura da Lavaz in Angriff zu nehmen. Das Wetter war sehr gut, der Wind blies um die Nase, und bei bester Stimmung wurde rasch an Höhe gewonnen. Auf rund
2650 Meter, im Windschatten des Übergangs, wurden mit einem ausführlichen Bergvesper bei strahlendem Sonnenschein die Kräfte gestärkt. Ging es doch dann, nach dem Übergang, steil hinunter ins Tessin und dann über den Greinapass Richtung Osten hinüber zur Greinahochebene. Das Greinagebiet, rätoromanisch „Plaun la Greina“, ist eine ungefähr sechs Kilometer lange und einen Kilometer breite Hochebene auf einer Höhe von rund
2200 Metern. Ihre Biotopvielfalt ist außergewöhnlich und einzigartig. Sie gilt als Paradies für Wanderer und Bergfreunde. Gegen
17 Uhr traf die Böbinger Gruppe dann auf der Terrihütte (
2170 Meter) ein. Erneut klang auch dieser Tag bei bester Laune aus.
Am dritten Tag wurden zunächst die Flanken des Piz Greina gequert. Phantastische Ausblicke hinunter auf die Greina-Hochebene sowie hinüber zum schneebedeckten Piz Terri (
3149 Meter), einem pyramidenförmigen Gipfel der Adula-Alpen auf der Grenze der Kantone Graubünden und Tessin, belohnten unsere Anstrengungen.
Zurück zur Terrihütte, um sich nochmals zu stärken, und anschließend weiter hinunter ins wilde Val Sumvitg brachte die Route die Bergwanderer letztlich zurück zu ihren Fahrzeugen und auf den Heimweg. Wie immer wurden bereits während der aktuellen Tour die ersten Pläne für das nächste Jahr geschmiedet — unter dem Motte „Der Königsee fließt uns nicht davon!“
Noch keine Kommentare vorhanden.