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» Schwäbisch Gmünd | Donnerstag, 19. August 2010

Bahn fährt ab Dezember auf der Remstal-​Strecke fast ausschließlich mit Doppelstock-​Zügen /​Mehr Platz für Reisende und Räder

Ab Dezember werden auf der Remsbahn an Wochenenden modernere Fahrzeuge unterwegs sein. Das teilte die Bahn gestern bei einer Pressekonferenz mit. Von Manfred Laduch

SCHWÄBISCH GMÜND. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 wird die DB Regio AG am Wochenende die einstöckigen Wagen auf der Remsbahn durch Doppelstock-​Wagen ersetzen. An Samstagen sowie an Sonn– und Feiertagen werden damit zwischen Stuttgart und Aalen fast alle Züge mit den moderneren Fahrzeugen unterwegs sein.
Die Wagen der konventionellen Züge stammen zum größten Teil aus den 60er Jahren. Reisende hatten sich schon häufig über den mangelnden Komfort und technische Probleme (wie etwa sich nicht öffnen lassende Türen) beklagt. Doppelstock-​Züge bieten im Vergleich zu den konventionellen Zügen rund 100 Sitzplätze mehr pro Zug. Darüber hinaus sind die besonders laufruhigen Züge mit niedrigen Einstiegen, breiten Türen und einer großen Toilette im Steuerwagen behindertengerecht ausgestattet.
Die übrige Innenausstattung mit ergonomisch geformten Einzelsitzen mit Armlehne entspricht heutigen Anforderungen. Für Familien bieten sich die Fahrgasträume im Oberstock mit je zwei Kindersitzen an. Dabei wurde auch bei der Treppengestaltung auf die Kinder Rücksicht genommen. Sie können sich an der unteren Stange der doppelten Handläufe sicher festhalten; und die Fahrt im Doppelstockwagen ist für Kinder wie Erwachsene ein besonderes Erlebnis.
Die Doppelstock-​Wagen dieser Generation (Bauserie 1994 bis 1996) verfügen noch nicht über eine Klimaanlage. Dennoch, so die Bahn, sorge die vorhandene Umluftanlage auch im Sommer für erträgliche Temperaturen.
Das Remstal bietet sich gerade am Wochenende für Radtouren an. Deshalb wurde die Anzahl der Fahrradstellplätze pro Zug um 25 Prozent auf 20 Plätze erhöht. Durch die breiten Türen lassen sich Fahrräder und Kinderwagen leicht in den Mehrzweckraum des Zuges verladen.
Laut einem Bahnsprecher habe der Zugang von neuem Wagenmaterial den Einsatz der Doppelstock-​Züge auf der Remsbahn am Wochenende ermöglicht. Auf die Frage der Rems-​Zeitung, wann mit dieser Neuerung auch an Werktagen zu rechnen sei, verwies der Sprecher auf die anstehende Neuausschreibung.
Dazu erklärte Norbert Kuhnle von der Nahverkehrsgesellschaft des Landes Baden-​Württemberg, dass der Betrieb der Remsbahn als eine der ersten Strecken im Wettbewerb neu ausgeschrieben werden soll. Der Gewinner der Ausschreibung – das kann die DB Regio AG sein, aber auch einer ihrer Konkurrenten – würde die Beföderungsleistung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 übernehmen.
In der Ausschreibung sei vorgesehen, dass dann für den Betrieb nur noch Neufahrzeuge zugelassen seien.
 

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