Im Pfarrer-Seehofer-Weg in Bargau gibt es seit kurzem ein Insektenhotel mit 2000 „Betten“
Seit ein paar Wochen gibt es am Rundwanderweg in Bargau, dem Pfarrer-Seehofer-Weg, der über den Birkhof und das Schlössle führt, ein 2000-Betten-Insektenhotel.
GMÜND-BARGAU
(pm). Auf dem Schwanke’schen Areal haben Wolfgang Schwanke und Anton Bundschu ein Insekten-Eldorado geschaffen, wobei die beiden keine Kosten und Mühe gescheut haben. Die Ideen holte sich Wolfgang Schwanke vor einiger Zeit auf verschiedenen Gartenschauen und machte sich in dieser Sache schlau. Seit fast
20 Jahren pflegen die beiden rund um Bargau Nistkästen, welche zum Teil Eigentum des Obst– und Gartenbauvereins sind. Die meisten sind aber in ihrem privaten Besitz.
Fehlende Totholzbestände
gefährden Insektenpopulation
Die Insekten haben in diesem Biotop eine wichtige Stellung. So sind das Bestäuben der Pflanzen und das Vertilgen von Schädlingen wesentliche Aspekte. Aufgrund von fehlenden Totholzbeständen in den Wäldern, Wiesen und Feldern sind viele Insekten vor dem Aussterben bedroht. Das neue Insektenhotel hilft Wildinsekten wie Wildbienen, Hummeln, Florfliegen und Ohrenzwickern, für ihre Nachkommen zu sorgen. So legen zum Beispiel Wildbienen ihre Eier in abgestorbenes Holz, Bambusrohre, Strohhalme oder Backsteine mit Löchern und Hohlräumen.
Sind die Röhren gefüllt, schließen die Wildbienen die Öffnungen mit feinem Pflanzenmaterial und Speichel zu. Die so zugemauerte Röhre zeigt, dass eine neue Wildbienengeneration heranwächst und im kommenden Jahr schlüpft. Das Summen muss weitergehen. Albert Einstein sagte einmal: „Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch noch vier Jahre zu leben. Keine Biene, keine Bestäubung, keine Tiere, keine Menschen mehr.“
Auf dem belebten Rundwanderweg wird, so ist sich Wolfgang Schwanke sicher, das Insektenhotel für die zahlreichen Spaziergänger, Jogger und auch für Schulklassen interessant sein. Das Insektenhotel kann eine Unterrichtseinheit sein, die sicherlich den meisten Schülern im Gedächtnis bleiben wird und die Erkenntnis reifen lässt, wie nützlich doch viele Insekten für uns sind. Beispiele gibt es genug, beispielsweise Wildbienen und Florfliegen, die unsere Nutzpflanzen bestäuben.
Noch keine Kommentare vorhanden.