Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Schwäbisch Gmünd | Montag, 02. August 2010

Bürgerschaftliche und genossenschaftliche Projekte finden bereits reges Interesse

Eine „Ortsgemeinschaft Großdeinbach“ hat sich im Anschluss an eine Bürgerversammlung mit über 150 Teilnehmern vergangenen Montag firmiert. Ziel der Ortsgemeinschaft ist es, das Miteinander im Ort zu stärken.

GMÜND-​GROSSDEINBACH (pm). Als erstes großes Projekt hat sich die Dorfgemeinschaft vorgenommen, das alte Schulhaus (ehemaliges Bezirksamt) von der Stadt zu übernehmen, um darin mit Hilfe einer Genossenschaft einen Dorfladen einzurichten. Dadurch soll die Ortsmitte erhalten und belebt werden.
Zum Vorsitzenden der Ortsgemeinschaft wurde Wolfgang Kleinrath gewählt, sein Stellvertreter ist Anton Beißwenger. Das Amt des Schriftführers hat Berthold Moser übernommen, Gabi Müller ist für die Kasse zuständig. Für den Ausschuss waren ursprünglich drei Personen vorgesehen, er wurde mittlerweile auf fünf Personen aufgestockt: Matthias Maier, Sabine Endreß, Jessica Jakubowski, Wolfgang Janeck und Joachim Wagner.
Zwei Aufgaben sieht Wolfgang Kleinrath für die Ortsgemeinschaft für die nächsten Wochen: die Gewinnung weiterer Mitglieder (knapp 100 Beitrittserklärungen wurden bisher abgegeben), vor allem aber die Aufnahme offizieller Gespräche mit der Stadt, mit dem Ziel, das alte Schulhaus für einen symbolischen Preis übernehmen zu können. Öffentliche Zuschüsse sollen die Sanierung ermöglichen, über Wohnungsmieten finanziert sich das Projekt. Die zwölf Euro Jahresbeitrag sind eher symbolisch. Die Ortsgemeinschaft ist, so Kleinrath, in erster Linie als Interessengemeinschaft zur Festigung der Dorfgemeinschaft zu verstehen, anstrengende Arbeitseinsätze müssten die Mitglieder nicht befürchten.
Erst in einem zweiten Schritt gehe es dann um die Gründung einer Genossenschaft, die dann den Laden betreiben soll. Als Lebensmittel-​Vollsortimenter werde er eine schmerzliche Lücke in Großdeinbach schließen und mit benachbarten Großmärkten konkurrieren können. Regionale Lieferanten sollen für ein hochwertiges Angebot sorgen, die ortsansässigen Läden werden als Partner, nicht als Konkurrenten betrachtet. Außerdem entstehen so mehrere Arbeitsplätze! Auf der Bürgerversammlung stellte Walter Preisinger als Referent vergleichbare und erfolgreiche Läden bei Schwäbisch Hall vor.
Für den Laden wurden vorab und unverbindlich bisher 80 Genossenschaftsanteile zu je 100 Euro gezeichnet. So soll das Gründungskapital gesammelt werden. Weitere Verpflichtungen und Risiken entstehen für die Genossenschaftsmitglieder nicht – selbstverständlich funktionieren solche Läden nur mit entsprechendem Engagement, deshalb sind weitere Gründungsmitglieder willkommen!
Beitrittserklärungen für die Ortsgemeinschaft Großdeinbach und Vorab-​Anteilszeichnungen für den Genossenschaftsladen liegen im Bezirksamt und verschiedenen Geschäften in Großdeinbach aus. Weitere Informationen gibt es bei Wolfgang Kleinrath, Telefon 97 68 60.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen