Hauptversammlung mit Ehrungen /Vom VfB Stuttgart kommen die Fußballschule und die Traditionsmannschaft
Über ein Jahr stand bei den Sportfreunden in Lorch der Neubau von Duschen, Umkleide– und Schulungsräume am Goldwasen im Mittelpunkt. 2011 feiert der Fußballverein sein 100-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde klar, dass sich der Verein nicht zurücklehnen werden, sondern so richtig durchstarten will.
LORCH
(pm). Nach Begrüßung und Totenehrung zeigte sich bereits bei den Berichten, dass der Ausschuss überaus bereit ist, mit seinen Mitgliedern zu kommunizieren und Anregungen bereitwillig aufzunehmen. Bevor Michael Nusser als kommissarischer AH-Leiter mit seinem Bericht begann, bedankte sich Peter Mathussek noch einmal bei Thomas Wüst, der aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegen musste, für seinen Einsatz für den Verein. Michael Nusser führte aus, dass die AH bei verschiedenen Turnieren den Verein in der Öffentlichkeit gut vertritt und betonte, wie wichtig Vorbildfunktion und die Zusammenarbeit mit den Aktiven und der Jugend genommen wird.
Der Bericht des Spielleiters, den Marc Heide stellvertretend für den entschuldigten Spielleiter Wolfgang Dalacker verlas, ging vor allem auf die Trainersituation ein. Nachdem man sich im November vom Trainergespann Haluk/Saßmannshausen getrennt hatte, konnte man nach der Winterpause mit Peter Hettich einen erfahrenen Trainer verpflichten. Die
2. Mannschaft wurde von B. Oechsle und T. Hecht optimal betreut.
Leider kam es in der Rückrunde durch Verletzungspech zum Ausfall einiger Stammspieler, so dass die Sportfreunde die Saison in der Kreisliga A mit einem
8. Platz und in der Kreisliga B mit einem Platz im hinteren Drittel abschlossen. Für die Saison
2010/
2011 konnte man Jürgen Hoppe als neuen Trainer verpflichten, dem, bedingt durch Zugänge aus der eigenen A-Jugend sowie
6 Neuzugänge, ein Spielerkader von
49 Spielern für die
1. und
2. Mannschaft zur Verfügung stehen.
Der Bericht des Jugendleiters Jochen Nietzer zeigte in mehreren Punkten auf, wie erfolgreich und effizient bei den Sportfreunden die Jugendarbeit funktioniert. Nicht nur dass in der vergangenen Saison
211 aktive Jugendliche in
11 Mannschaften von
25 Jugendtrainern/Betreuern gecoacht werden, sondern dass dabei auch sehr gute Tabellenplätze auch in den oberen Spielklassen erreicht werden, zeigt die außerordentliche Leistung der Jugendabteilung. Sehr viel getan wird vor allem für die Trainerqualifizierung und für die Verbesserung der Trainingsinhalte, was an der Zusammenarbeit mit dem Reha-Zentrum in Gmünd und mit der
VfB–Fußballschule erkennbar ist. Nicht verwunderlich ist daher die Verleihung des Sepp– Herberger– Preises für „bemerkenswerte Jugendarbeit“, der für die gesamte Jugendabteilung auch ein Ansporn für die Zukunft bedeutet.
Stephan Palmer ging in seinem Bericht als Kassier auf das Geschäftsvolumen ein, das die Sportfreunde wie in den vergangenen Jahren auch
2009 erfolgreich stemmten. Als wichtigste Einnahmequellen benannte er die Mitgliedsbeiträge, sowie die Einnahmen bei Festen und Turnieren.
Als Ausblick
2010 und im Hinblick auf den Neubau des Vereinsheimes gab er den Mitgliedern bekannt, dass die Kosten in etwa der Planung entsprechen und sicher keine leichten Jahre auf die Sportfreunde zukommen. Aber gemeinsam mit Mitgliedern, Helfern und Sponsoren sind diese Aufgaben sicherlich zu meistern.
Da die Kassenprüfer Alois Schmeiser und Holger Wüst eine vorbildlich und ordentliche Kassenführung bescheinigten, wurde der Ausschuss en bloque einstimmig entlastet.
Bei den folgenden Wahlen, die ebenfalls en bloque durchgeführt wurden und einstimmig ausfielen, wurden folgende Ausschussmitglieder wieder bzw. neu gewählt: Christian Fischer, Stephan Palmer, Marc Heide, Wolfgang Schamberger, Diana Schamberger, Renate Oechsle, Michael Nusser, Josef Sciurba, Matthias Breitenbücher, Armin Geiger.
Jochen Nietzer als Jugendleiter und K. Schwarz als sein Stellvertreter wurden in der Jugendvollversammlung bereits einstimmig bestätigt, das Amt des Jugendsprechers übernimmt Marvin Bopp. Da nur die Mitglieder einen Verein mit Leben erfüllen, ist man bei den Sportfreunden besonders auf seine langjährigen treuen Mitglieder stolz. Zusammen mit Alois Schmeiser konnte der Vorsitzende Peter Mathussek folgende Mitglieder mit einer Urkunde und einem Weingeschenk ehren: Für
25 Jahre: Hans-Jörg Rohm,
Dr. Hermann Pflüger, Günter Luckert, Volker Kreeb; für
40 Jahre: Alfons Baur; für
50 Jahre: Helmut Wala, Franz Duschek, Roland Fritzsche; für
60 Jahre: Otto Geiger, Richard Wüst, Walter Hinderer, Eugen Sandner; für
65 Jahre: Manfred Müller; für
70 Jahre: Willi Wüst, Karl Kröner.
Für
2011 haben sich die Sportfreunde die Vereinfachung der Mitgliedsbeiträge vorgenommen und in Anbetracht der finanziellen Belastungen für den Neubau auch eine Erhöhung. Ein entsprechender Antrag wurde daher vom Ausschuss gestellt und mit einer Gegenstimme und drei Enthaltungen angenommen.
Anschließend erläuterte Armin Geiger die Pläne für das
100-Jahr-Jubiläum: Das Jubiläumsjahr beginnt bereits am
8. Januar
2011 mit einem Jubiläumsbrunch im Gasthof „Sonne“. Die eigentliche Festwoche vom
20. Juni bis
3. Juli steht vorwiegend im Zeichen des Fußballs und wird mit der
VfB–Fußballschule auf dem Goldwasen eingeläutet. Ebenfalls vom
VfB konnte man die Traditionsmannschaft mit bekannten Gesichtern verpflichten, die am ersten Wochenende gegen die Lorcher AH antritt und nach dem Spiel bei einem gemeinsamen Abendessen im Festzelt gerne mit den Fans ins Gespräch kommt.
Das zweite Wochenende gehört der Jugend und auch hier wird der
VfB mit einigen Jugendmannschaften sein Können zeigen. Beendet werden die Feierlichkeiten am
19.
11. mit einer großen Jubiläumsveranstaltung in der Stadthalle.
Eine ganz besondere Aktion wurde von Dennis Mathussek ins Leben gerufen. Unter dem Motto „
1911 Freunde müsst ihr sein“ wird es eine Jubiläumsmitgliedschaft für genau
1 Jahr für
19,
11 Euro geben, zu der als kleines Geschenk der Löwe „Max“ im Lorcher Trikot gehört.
In seinem Fazit bedankte sich Vorsitzender Peter Mathussek für die Aufmerksamkeit bei den Anwesenden. Er fühle sich durch die vorwiegend einstimmigen Abstimmungsergebnisse in seiner Arbeit und der des Ausschusses bestätigt und auf dem richtigen Wege. Trotz der zu bewältigenden und nicht immer einfachen Aufgaben herrsche im Verein eine positive Grundstimmung, die auch in dieser Hauptversammlung bei den Mitgliedern ankam.
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