Rems-Zeitung - Täglich eine gute Zeitung

Anzeige

Lokalnachrichten

» Ostalbkreis | Freitag, 20. August 2010

70 Kinder nehmen an der Lorcher Waldheimfreizeit teil

Seit Montag bis einschließlich Samstag kommende Woche findet die alljährliche Waldheimfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde und der Lorcher Stadtverwaltung statt. Fester Bestandteil ist seit Jahren ein Sportfest, das eigentlich gestern stattfinden sollte. Da das Wetter der vergangenen Tage den Boden rund um das Waldheim zu einer Rutschpartie werden ließ, wurde kurzerhand umdisponiert. Von Nicole Beuther

LORCH. So hieß es gestern Vormittag für zwei Stunden: „Mensch ärgere Dich nicht“. Die 70 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen, dienten als „Spielfiguren“. Doch nur würfeln und schnurstracks zum Ziel durchmarschieren, war nicht angesagt – die Kids mussten immer wieder verschiedene Aufgaben erfüllen. Dabei wurde nicht nur angestrengt nachgedacht, sondern vor allem viel gelacht. Beispielsweise als zwei Jungs, den Mund voll Wasser, Lieder gurgeln und die anderen Kinder den Titel erraten mussten.
Der zehnjährige Melih konnte nicht mitspielen, hatte er sich doch seinen Knöchel verstaucht. Doch er war trotz allem bester Laune. „Auf das Übernachten freue ich mich besonders“, fieberte er der heutigen Nacht entgegen. Jede Menge Spannung ist garantiert. Denn neben einem Grillabend, einer Kinderdisco und einer Nachtwanderung dürfen die Neun– bis Zwölfjährigen von Freitag auf Samstag auch im Waldheim übernachten.
Die zehn Gruppenleiter und die fünf Halbleiter (angehende Gruppenleiter) haben die zweiwöchige Freizeit genauestens geplant. Tanz, Theater, Schminken, Quiz, Schnitzeljagd, im Wald ein Lager bauen – für jeden, dem Alter und dem Geschlecht angepasst, ist etwas geboten. Ob sechs oder zwölf Jahre alt, ob Mädchen oder Junge – eine Aufgabe wird gemeinsam erledigt: Der Schiffsbau. Das Motto der Freizeit lautet nämlich „Unterwegs mit Mister P.“. Gemeint ist kein geringerer als Apostel Paulus, der ja viele Reisen unternahm. Von den Betreuern erfahren die Kinder auch, wohin „Mister P.“ denn so reiste. Denn der christliche Grundgedanke der Waldheimfreizeit spiele eine große Rolle, so Stadtjugendreferent Thomas Hägele, der zusammen mit Andrea Kaul, evangelische Jugendreferentin von Lorch, die Freizeit organisiert.
Auch ein „Regenprogramm“ haben sich die Betreuer im Vorfeld der Waldheimfreizeit ausgedacht. „Das kam gleich am Montag und am Dienstag zum Einsatz“, so Thomas Hägele. Die Aussicht auf besseres Wetter nahmen die Kinder in den vergangenen Tagen zum Anlass, um eifrig Pläne „für schönes Wetter“ zu schmieden. Einigen schwebt eine Wasserballschlacht vor.
Viele der Teilnehmer kommen aus Lorch, einige aus Wäschenbeuren, Alfdorf und Gmünd. Melih findet es toll, dass er viele der anderen Kinder schon kennt. Alle seien sehr nett und sowieso sei die Teilnahme an der Waldheimfreizeit doch viel besser als sich zuhause zu langweilen. Auch gestern langweilte er sich nicht. Schließlich hatte er ja Halbleiter „Basti“ an seiner Seite, der dafür sorgte, dass der aufgeweckte Junge trotz seines verstauchten Knöchels nicht die gute Laune verlor. Bester Laune war auch die sechsjährige Mathilda aus Waldhausen, eine der jüngsten Teilnehmerinnen. Sie ist das erste Mal mit dabei und richtig begeistert. Nächstes Jahr möchte sie jedenfalls wieder kommen.

Am morgigen Samstag findet beim Waldheim zwischen 14 und 15 Uhr ein Kindergottesdienst mit Pfarrer Christof Messerschmidt statt. Nicht nur Kinder, sondern auch alle anderen Bürger sind hierzu eingeladen.
 

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen