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» Sport | Montag, 23. August 2010

Bettringen gewinnt gegen Unterkochen /​Niederlagen für Waldstetten, Böbingen und Heuchlingen

(her/​mbo). Nichts zu feiern gab es für den TSV Mutlangen im Aufsteigerduell gegen Nattheim: Am Ende hatten die Gäste klar mit 3:0 die Nase vorne. Während Bettringen durch ein 3:1 gegen Unterkochen aufhorchen ließ, setzte es für Waldstetten, Böbingen und Heuchlingen unnötige Niederlagen. TV Neuler – TV Heuchlingen 2:0 (1:0)

Verheißungsvoll startete der TV Heuchlingen in die Partie: Die Gäste hatten das Geschehen zunächst voll im Griff und kamen durch Jäckel (10.) zu einem Lattentreffer. Doch in der Folgezeit riss beim TVH der Faden. Neuler kam von Minute zu Minute besser ins Spiel, was sich in der Folge auch in den Tormöglichkeiten bemerkbar machte. So war es letztlich nur eine logische Folge der veränderten Dominanz, dass die Platzherren in der 43. Minute durch Sorg in Führung gingen.
Nach der Pause agierte die Heimelf weiterhin druckvoller und ließen den Heuchlingern nur wenig Raum zur Entfaltung. Einziges Aufbäumen war wieder ein Lattenknaller, doch mehr sollten die Gäste im zweiten Durchgang nicht Zustande bringen. In der Nachspielzeit machte Sorg mit dem 2:0 alles klar.
TV Heuchlingen: Malysa – Brusda, Jäckel, Schwarz, Wahl (70. Sturm), S. Waibel (70. S. Bihlmaier), Di Maggio (10. Sorg), C. Bihlmaier, Yükselen, Wöller, Balaban
Hofherrnweiler – TSV Heubach 1:1 (0:0)
Die Zuschauer sahen von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel. Hüben wie drüben kamen beide Teams zu Möglichkeiten, wobei sich beide Mannschaften vorwiegend bei Standardsituationen in Szene setzen konnten. Die beste Möglichkeit vergaben die Heubacher in der 35. Minute, als Bayram aus 25 Metern abzog und nur knapp das Ziel verfehlte.
Auch im zweiten Abschnitt kämpften beide Teams um jeden Zentimeter. Nachdem Dambacher eine Unachtsamkeit in der 53. Minute zum 1:0 nutzen konnte, schlug der TSV nur drei Minuten später durch Bayram zurück. Die Heubacher hatten in der Folge zwar Oberwasser, doch gute Chancen von Bayram, Odabas und Vokal blieben ungenutzt. Unterm Strich ein gerechtes Remis — auch wenn am Ende sogar mehr drin gewesen wäre.
TSV Heubach: Beißwanger – Tiede, Kuhn, Klein, Sitges, Burkert, Roor (75. D. Alim), Bayram, Odabas, Vokal, Kühnert (80. Schreiber)
Mutlangen – Nattheim 0:3 (0:1)
Bitteres Lehrgeld musste der TSV Mutlangen im ersten Bezirksligaspiel zahlen, obwohl man sich im Vorfeld gerade gegen den Mitaufsteiger aus Nattheim doch einiges versprochen hatte. TSV–Spielleiter Hans-​Rüdiger Rietz war nach der Partie entsprechend enttäuscht: „Heute waren wir nicht mal A-​Liga-​reif“, so der schonungslose Kommentar des Mutlangers. Die junge Mannschaft fand nur schwer ins Spiel und konnte die Nervosität über die ganze Dauer nie wirklich ablegen. Unterstützt durch einen Torwartfehler kamen die Nattheimer durch Schürle bereits nach 17 Minuten zum Führungstreffer. Mutlangen versuchte zwar dagegen zuhalten, tat sich aber im Spielaufbau überraschend schwer. Nattheim zeigte im Aufsteigerduell allenfalls eine solide Leistung. Mutlangen mühte sich nach Kräften und kam durchaus zu Chancen: Die beste vergab Rybak in der 50. Minute. In der 70. Minute sah Christian Schürle nach einer Notbremse die rote Karte. In Unterzahl agierend musste der TSV dann noch die Gegentreffer von Lieb (82.) und Brümmer (89.) einstecken.
TSV Mutlangen: Schörwerth – Schürle, Matthias Timpel, Wagenblast, Michael Timpel (35. Gold), Sackmann, Schuhmacher, Rybak, Langer, Albrecht (37. Hinderberger), Friedel (46. Zolnai)
TSGV Waldstetten – TV Steinheim 1:2 (1:0)
Den Saisonstart hätte sich der TSGV ohne Weiteres mit einem Dreier versüßen können. Die Brenner-​Elf spielte ansehnlich. Andreas Betz lief nach 21 Minuten von der Mittellinie aus frei auf dem Gästekeeper zu, umkurvte ihn und schob mit links zum 1:0 ein. Alles nach Plan. Ganz unplanmäßig verpasste es das Team aber, die hochkarätigen vor der Pause für ein beruhigenderes Polster zu nutzen.
Nach der Pause kam der GAU für die Gastgeber: Baamann fing einen Pass aus der TSGV-​Abwehr ab und versenkte das Leder sehenswert (53.). Nur zwei Minuten später landete ein Pass von Morbitzer ohne Not und nach einem missverständnis bei Seidel, der ohne Mühe zum 1:2 einschob (55.). Nach zwei Minuten Blackout fing sich der TSGV wieder, spielte aber kopflos nach vorne. Schuler traf die Latte, weitere Möglichkeiten blieben ungenutzt.
TSGV Waldstetten: Morbitzer – Scholz (73. Barth), Hollas, Altmann (73. Krätschmer), Fischer, Haug, Betz, Eyrainer, Cinar, Schuler, Falcone
SV Waldhausen – TSV Böbingen 4:1 (2:1)
Der Vorjahresdritte der Bezirksliga zeigte im ersten Saisonspiel sofort, warum das Team im in der Vorsaison so erfolgreich war. Reifer und cleverer spielte Waldhausen zu Hause gegen die Elf aus Böbingen. Eiberger nahm nach zehn Minuten ein Herz und traf — ein wahrer „Sonntagsschuss“. Stussig nutzte in der dreißigsten Minute die Konfusion in der Hintermannschaft zum 2:0. Noch vor dem Pausenpfiff keimte bei den Böbingern aber noch einmal Hoffnung auf, als Apprich auf 2:1 verkürzte. Klar, dass sich der TSV Böbingen für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen hatte. Doch das änderte nichts an den Kräfteverhältnissen. Waldhausen blieb abgezockter und erstickten innerhalb von fünf Minuten alle Böbinger Hoffnungen. Erneut war Stussig zur Stelle und erhöhte auf 3:1 (60.), Eiberger legte das 4:1 nach (65.) - der Drops war gelutscht. Die Gäste haderten noch mit dem etwas unglücklich auftretenden Schiedsrichter. Der Sieg geht in Ordnung, auch wenn das Ergebnis einen Tick zu hoch ausfiel.
TSV Böbingen: Gress – Öchsle (72. Geller), Reiber, Gold (70. May), Krauß, Mayer, Beer, D. Schäffler, Sager, Frey, Apprich
SG Bettringen – FV Unterkochen 3:1 (2:1)
Gegen den „Quasi-​Meister“ der Vorsaison konnte die SG Bettringen einen ebenso überraschenden wie letztlich glücklichen Sieg landen. Dabei musste man schon nach drei Minuten einem Rückstand hinterherlaufen: SGB-​Keeper Kapitke entglitt das Leder aus den Händen – der FV-​Stürmer musste nur noch zur Führung abstauben. Doch Bettringen ließ sich nicht hängen und kam schnell wieder zurück. Ein Kühne-​Schuss landete bei Cokkalender, der zum 1:1 einschob (15.). Drei Minuten später kam’s sogar noch besser. Erneut bediente Kühne, Eggert vollendete – 2:1 (18.). Danach hatte Bettringen aber wenig zu bestellen. Unterkochen drängte und hatte großartige Gelegenheiten, um wieder auszugleichen. Eigenes Unvermögen und ein starker Kapitke verhinderten das 2:2. Auch nach der Pause dasselbe Bild: Unterkochen auf dem Vormarsch, Bettringen in der Defensive. Manchmal half den Gastgebern dann auch das nötige Glück zum Sieg.
SG Bettringen: Kapitke – Balci, Kiesle, Bosch, Staudenmaier, Bechthold, Cokkalender (87. Makridis), Hartmann (46. Pfeiffer), Fath (80. Hummel), Kühne, Eggert
 

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