Das Klösterle-Brandunglück hat auch Auswirkungen auf das Hans-Baldung-Gymnasium /Schnelle und flexible Reaktionen
Nach dem Brandunglück am Klösterle mussten Schulleitung und Stadtverwaltung jetzt auch für das Hans-Baldung-Gymnasium ganz schnell einen Notfallplan entwickeln. In der letzten Ferienwoche wird auf dem Schulhof ein kleines Containerdorf errichtet.
SCHWÄBISCH GMÜND
(hs). Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse informierte sich gestern vor Ort über die von Rektor Manfred Reichert, Konrektor Klaus-Jürgen Joos, Schulamtsleiterin Karin Schüttler und Bauamtsmitarbeiter und jetzt auch Krisenmanager Bernd Arnold getroffenen Maßnahmen. Der Hintergrund: In diesem und im nächsten Jahr wird das aus den
50er-Jahren stammende größte städtische Gymnasium (
930 Schüler) umfassend saniert. Deshalb hatten vor vier Monaten acht Klassen und etwa
250 Schüler mit ihren Lehrern Ausweichräume in der Klösterleschule bezogen. Im Rotationsprinzip wurde nun eilends beschlossen, dass diese Ausweichklassenzimmer am Klösterle den durch den Brand obdachlos gewordenen Grundschulkindern zur Verfügung gestellt werden. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde jetzt das gesamte Mobiliar und die Unterrichtsmaterialien der Gymnasiasten wieder zurück ins
HBG transportiert. In der Turnhalle ist das Zwischenlager eingerichtet. Damit ist in der Klösterleschule Platz für den Einzug der gereinigten Möbel aus der Brandruine geschaffen. In der letzten Ferienwoche wird nun am
HBG eine Notunterkunft aus
32 Containermodulen für acht Klassenzimmer errichtet. Strom und Heizung sind gewährleistet, nur auf einen Wasseranschluss muss verzichtet werden. Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, dass im Hauptgebäude zu Schuljahresbeginn die Sanierungsarbeiten für die Toiletten abgeschlossen werden können, so dass die „Containerbewohner“ nur ein paar Schritte über den Schulhof dorthin zurücklegen müssen. Schulbürgermeister Bläse, der urlaubsbedingt derzeit auch „amtierende Oberbürgermeister“ ist, würdigte die flexible und gute Kooperation von allen Mitarbeitern, Firmen und vor allem seitens der Schulleitungen mitten in der Ferienzeit und angesicht der Notlage. Die schnelle Reaktion sei nur möglich gewesen, weil die Regie im Schulwesen und Gebäudemanagement nicht aus den kommunalen Händen gegeben worden sei. Bernd Arnold schloss ausdrücklich auch die beteiligten Handwerkerfirmen ein. Es sei ein Vorteil, dass die aus der unmittelbaren Umgebung kommen, denn „die lassen sich in dieser besonderen Situation nicht lumpen“.
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