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Donnerstag, 26. August 2010
Die LG Staufen wurde gescheit /Nachlese zu den Süddeutschen Meisterschaften im BSZ-Stadion
Die LG Staufen ist im Schwabenalter angelangt. Mit den organisatorisch glanzvoll durchgeführten Süddeutschen Meisterschaften im Gmünder BSZ-Stadion feierte sie ihr 40-jähriges Bestehen, auch wenn das im Trubel der Ereignisse etwas unterging. Von Hans Bendl
Alle neun angeschlossenen Leichtathletik-Abteilungen trugen ihren Teil zum Gelingen bei, sei es durch personelle oder materielle Unterstützung. Über
150 Kampfrichter und Helfer kamen vor und hinter den Kulissen zum Einsatz. Die Hauptlast der Vorbereitung ruhte jedoch auf den Schultern der Vorsitzenden Brigitte Scheloske, die in der letzten Woche nie vor drei Uhr nachts ins Bett kam.
Auch ehemalige Athleten der
LG Staufen brachten sich ein. So standen die frühere
400-m-Hürden-Läuferin
Dr. Monika Haas (-Deininger) und Zehnkämpfer
Dr. Stefan Vogt am Samstag als Stadionsärzte zur Verfügung. Die einstige Diskuswerferin Sabine Hänschke (-Fried) oder Sprinter
Dr. Michael Köhler nahmen ebenso Siegerehrungen vor wie Weitsprung-Olympiasieger Lutz Dombrowski und Speerwerfer Peter Esenwein.
Diese wurden unter der Regie von Fred Eberle zelebriert, der trotz der Hilfe durch die „Medaillen-Mädchen“ Isabell Blumenstock, Rebecca Konold, Cassandra Lüder und Stefanie Nusser bei den insgesamt
77 Zeremonien ganz schön ins Schwitzen kam. Unterstützung erhielt er nicht nur von namhaften Leichtathletik-Funktionären.
Natürlich ließen es sich die Vertreter der Stadt wie OB Richard Arnold, Bürgermeister
Dr. Joachim Bläse oder Schul– und Sportamtsleiterin Karin Schüttler nicht nehmen, ihre Verbundenheit zu zeigen. Als „BSZ-Nachbarin“ nahm PH-Rektorin
Prof. Dr. Astrid Beckmann großen Anteil an den Wettkämpfen, und
MdB Norbert Barthle demonstrierte wieder einmal seine Sportaffinität.
Der Stadtverband Sport wurde durch den Normannia-Vorsitzenden Albert Klammer vertreten. Überhaupt fiel auf, dass Gmünder Sportpioniere wie die Turnerin Inge Sonntag, der Schwimmer Roland Aubele oder der Fußballer Edelbert Krieg dieses Mal der Leichtathletik als der „Mutter aller Sportarten“ die Ehre gaben. Klar, dass auch Karlheinz Rößler, der Vorsitzende des Turngaus Ostwürttemberg, von Haus aus Leichtathlet und Übungsleiter beim Heidenheimer SB, nicht fehlen durfte. Ehrensache war ebenso, dass mit Walter Lenz, dem Mitbegründer der
LG Staufen im Jahre
1970, und dem langjährigen Vorsitzenden, Uwe O. Schmid, zwei
LG–Insider das Geschehen hautnah verfolgten.
Prominente ehemalige Athleten betreuten aktuelle Sportler, vor allem im Stabhochsprung, wo der
17-fache deutsche Meister, Günter Lohre, jetzt auch DLV-Vizepräsident, seinen siegreichen Sohn Leo coachte. Olympia-Bronzemedaillengewinner Andrej Tiwontschik kümmerte sich um die Zweibrücker Springer. Und natürlich zog Balian Buschbaum nach seiner medienwirksam verkauften Geschlechtsumwandlung die Blicke auf sich.
Nach wie vor beim Publikum beliebt ist
Dr. Harald Schmid. Der Ex-Europameister über
400 m Hürden freute sich mit seiner Tochter Bianca über deren Hochsprungsieg mit starken
1,
88 m. Überraschend tauchte auch Speerwurf-Bundestrainer Werner Daniels auf, der bei der EM in Barcelona mit seinen Athletinnen so große Erfolge feiern konnte.
Zwei volle Tage gingen
35 C-Schülerinnen und –Schüler als Korbträger der Sportlerkleidung einer schweißtreibenden Arbeit nach. Vor allem am Samstagabend waren die Kinder fix und fertig.
Problemlos meisterte das Wettkampfbüro unter der Leitung von Marc Scheloske, dem EDV-Verantwortlichen des Leichtathletikkreises, alle Aufgaben. Unmittelbar nach Beendigung der Wettbewerbe standen die Ergebnisse im Internet, was in kurzer Zeit Hunderte von Zugriffen auslöste.
Bleibt die Frage, wann die
LG Staufen die nächste Großveranstaltung ausrichtet. Eine erschöpfte Vorsitzende Brigitte Scheloske kann nur stöhnen: „So schnell nicht wieder!“
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