Schwäbisch Gmünder Programm für den Tag des offenen Denkmals gestern im Rathaus vorgestellt
Er sei „stolz, ein wunderbares Programm präsentieren zu können“, erklärte Erster Bürgermeister Joachim Bläse gestern bei der Vorstellung der Gmünder Aktivitäten zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr am Sonntag, 12. September, stattfindet. Von Manfred laduch
SCHWÄBISCH GMÜND. „Wir sind ja immer beim Tag des offenen Denkmals dabei“, erläuterte Bläse. Oft habe man ihn aber angesprochen, warum die Stadt mal so wenige, mal wieder sehr viele Angebote beitrage. Man habe durchaus genügend Denkmale, aber das Gezeigte müsse auch zum übergeordneten Thema passen. In diesem Jahr, da der Tag unter dem Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ stehe, „sind wir unschlagbar.“ Schließlich sei Gmünd durch Handel und Verkehr groß geworden. Und man habe sich dieser Tradition in den vergangenen Jahren mit der verstärkten Orientierung in Richtung Remstal neu besonnen. Bläse bedankte sich bei den Organisatoren der Veranstaltungen und hier besonders bei Walter Munk.
Munk übernahm dann die Vorstellung der einzelnen Punkte. Das Programm beginne zwar schon um
11 Uhr, die offizielle Eröffnung finde aber um
14 Uhr bei der Felsenkapelle auf dem Salvator statt. Nach einem musikalischen Auftakt mit dem Blechbläserensemble Swabian Brass und dem Männerchor Cantate Domino werden OB Richard Arnold und Münsterpfarrer Kloker über den „Tag des offenen Denkmals“ sprechen. Anschließend bietet der Salvator-Freundeskreis Führungen an. Für Gehbehinderte wird ein Pendelverkehr eingerichtet. Da man auf Reisen immer auch irgendwo unterkommen musste, sind von
14 bis
16 Uhr drei historische Herbergen für das Publikum geöffnet: Das Hotel Pelikan am Türlensteg mit Resten der Stadtmauer aus dem
12./
13. Jahrhundert; das Hotel Einhorn in der Rinderbacher Gasse
10, das sich aus einem romanischen Steinhaus entwickelt hat sowie das Hotel Patrizier in der Kornhausstraße
25, einem Bau des Barock-Stadtbaumeisters Johann Michael Keller von
1761. Drei Stadtführungen mit historisch gewandeten „Kommentatoren“ um
14,
15 und
16 Uhr stehen unter dem Schwerpunkt „Bedeutung der Staufer für die Entwicklung von Handel, Gewerbe und Verkehr. Der Abmarsch vom Marienbrunnen erfolgt zu Trompetenklängen vom Johannisturm. Führungen gibt es auch um
14 Uhr im Museum im Prediger sowie um
14 und
15 Uhr in der Ott-Pauserschen Fabrik. Zwischen
11 und
16 Uhr zu jeder vollen Stunde führen die Limes-Cicerones am Eingang zum Rotenbachtal zu zahlreichen Aktionen, die Römische Straßen und antike Reisewege, römische Meilensteine und Vermessungstechnik, antiker Handel und Verkehr und noch vieles mehr zum Thema haben. Wer sich für die umfangreiche Restaurierung des ältesten baulichen Zeugnisses der historischen Altstadt, der Johanniskirche, interessiert, ist dort von
14 bis
17 Uhr willkommen. Und wer mit einer Pferdekutsche durch die Altstadt fahren will, kann das unter dem Motto „Reisen wie damals“ ab
13 Uhr mit Start am Marktplatz tun. Bereits im Vorfeld des „Tages des offenen Denkmals“ beginnt am Mittwoch,
8. September, im Rathaus die Ausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege „Am Anfang steht das Denkmal“. Sie wird um
18.
30 Uhr von den Bürgermeistern Bläse und Mihm eröffnet.
Dr. Ulrike Plate führt in die Ausstellung ein.
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